CH-Eröffnung: Nach schwachem Start knapp ins Plus gedreht

Nach dem erstmaligen Überschreiten der Marke bei 9’500 Punkten am vergangenen Donnerstag werde die am Freitag eingeleitete Konsolidierung vorerst noch fortgesetzt, hiess es in Handelskreisen. Zumal die Vorgaben aus den USA wenig inspirierend sind und in Japan die Börsen wegen eines Feiertages geschlossen blieben.


Wegen des morgigen kantonal gültigen (Feier-) ‹Tages der Arbeit› sind am Montag zahlreiche Marktteilnehmer abwesend, entsprechend bescheiden dürften die Handelsvolumina heute bleiben. Aus charttechnischer Sicht sind die Aussichten ebenfalls nicht mehr so rosig. Der Markt sei gesättigt und der aktuell reife Trend biete nur noch wenig Freiraum nach oben, so die Meinung der Deutschen Bank, auch wenn neue Hochs noch möglich seien. Eine strategisch wichtige Unterstützung verlaufe bei 9250/300 Punkten.


Der SMI legt bis um 09.30 Uhr 13,58 Punkte oder 0,14% auf 9’433,48 Punkte zu, der breite Swiss Performance Index zieht um 9,58 Punkte oder 0,13% auf 7’619,49 Zähler an.


Einen guten Wochenstart erleben Swisscom (+1,0% auf 429 CHF), welche von HSBC als Folge des Angebots an Fastweb auf ‹Overweight› von ‹Underweight› hinaufgestuft worden sind. Gleichzeitig erhöhte die Bank das Kursziel kräftig auf 530 von 405 CHF.


Zusammen mit Swisscom bilden Adecco (+1,2% auf 84 CHF), Givaudan (+1,0% auf 1’143 CHF) und Nobel Biocare (+0,9% auf 437,25 CHF) die erweiterte Spitzengruppe. Nobel Biocare setzen damit den seit der Publikation der Quartalszahlen am vergangenen Donnerstag eingeleiteten Höhenflug fort, ungeachtet eine teils kritischen Berichts in der FuW vom Samstag.


Leichte Gewinne verzeichnen auch Novartis (+0,5% auf 71,15 CHF) oder ABB (+0,4% auf 24,60 CHF), während CS (+0,1% auf 94,70 CHF) und UBS (+0,1% auf 78,75 CHF) nur minim vorrücken, trotz je einer Kurszielerhöhung durch die Citigroup.


Auf der mittlerweile kurzen Verlierliste stehen Julius Bär (-0,4% auf 84,90 CHF) und Swiss Re (-0,4% auf 113,80 CHF) zuoberst. Julius Bär wurden von der Credit Suisse auf ‹Neutral› zurückgestuft. Ganz knapp stehen auch Nestlé, Roche oder ZFS im Minus.


Am breiten Markt legen Sulzer nach dem gescheiterten Versuch, die britische Bodycote zu übernehmen, 0,4% auf 1’641 CHF zu. Die disziplinierte Akquisitionspolitik von Sulzer sei grundsätzlich sehr begrüssenswert, heisst es dazu bei der ZKB. Allerdings erhielten so auch die Spekulationen um eine mögliche Übernahme von Sulzer wieder Auftrieb.


Pragmatica stehen mit einem Minus von 12,4% nach den Jahreszahlen arg unter Druck. Das Unternehmen hat im Geschäftsjahr 2006 einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen, wobei die Gewinnziffern auf gegen Null gesunken sind. Das bisher nur im Bereich IT tätige Unternehmen will sich neu auch auf die Entwicklung von Projekten in den Landwirtschaft, im Bereich alternativer Energien und in anderen erneuerbaren Ressourcen fokussieren. Nebst einer Namensänderung auf ‹Global Natural Resources Holding AG› (GNR) wird den Aktionären eine Kapitalerhöhung beantragt.


Adval Tech fallen dagegen nach der Ankündigung einer kleineren Übernahme in Ungarn um 1,5% zurück. Die Aktien der SNB verlieren 7,1%. (awp/mc/ab)

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