CH-Eröffnung: Schwach – Finanzwerte einmal mehr unter Druck

Impulse von der Nachrichtenfront dürften heute grösstenteils ausbleiben, in den USA bleiben zudem die Märkt auf Grund des `Martin Luther King Day` geschlossen. Rezessionsängste würden die ohnehin schon nervösen Anleger weiter verunsichern, sagte ein Händler. «Und solange die Unsicherheiten bestehen, wird weiterhin Geld aus den Aktienmärkten abgezogen»


Das Blue Chips Barometer SMI verliert bis um 9.40 Uhr 173,67 Punkte bzw. 2,26% auf 7`518,31 Zähler. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt 2,46% auf 1`129,70 Punkte her, der Swiss Performance Index (SPI) verliert 2,31% auf 6`091,61 Stellen.


Am Hauptmarkt hat Pharmakonzern Novartis (Aktie -1,0% auf 58,20 CHF) von der FDA die Zulassung für die Produktekombination Tekturna-HCT in einer einzigen Tablette zur Behandlung von Bluthochdrucks erhalten. Zudem erzielte der Basler Pharmariese mit der indischen Generikaherstellerin Dr. Reddy`s eine Einigung im Patentstreit um ein Generikum für das Produkt Exelon. Auch die Genussscheine von Konkurrentin Roche sinken um 0,7% auf 202,10 CHF.


Der Fokus der Anleger gilt allerdings weiterhin den Finanzwerten. Die Versicherer stehen unter Druck, nachdem zum Wochenschluss in den USA mit Ambac ein erster Kreditversicherer das für wichtige `Triple A`-Rating verloren hat. ZFS verlieren 3,7% auf 285,30 CHF, Bâloise 3,4% auf 94,70 CHF und Swiss Life 2,8% auf 254,00 CHF. Für den Tabellenletzten Swiss Re hat die UBS ihr Kursziel zurückgenommen.


Für die Bankenwerte im SMI haben Lehman Bros. Kurszielsenkungen ausgegeben. UBS stehen aktuell 3,6% tiefer auf 41,60 CHF, CS 4,3% auf 54,10 CHF und Julius Bär 0,9% auf 77,00 CHF. In der Wochenendpresse wurde über weitere Abschreiber bei der UBS im Zusammenhang mit deren Engagement beim Versicherer ACA spekuliert, zudem hat die UBS-Aktionärin Ethos Kritik an der geplanten Kapitalerhöhung bei der Grossbank geäussert.


Auch den gesamten Luxusgütersektor nimmt Lehman Bros mit einer Rückstufung auf `Negative` von ` Neutral` ins Visier. Richemont (-1,8% auf 61,00 CHF) und Swatch (-3,0% auf 271,50 CHF) verzeichnen klare Abgaben.


Positiv gibts sich die Deutsche Bank für SMI-Tabellenleader Swisscom (Aktie -0,4% auf 410,80 CHF), was sie mit einer Hochstufung auf `Buy` von `Hold` zum Ausdruck bringt.


Von den SLI-Werten haben Actelion am Morgen einen Umsatzanstieg für das Geschäftsjahr 2007 vermeldet und ihren Ausblick auf das Gesamtjahr nochmals leicht angehoben. Die Aktie tendiert als eine der wenigen in der Gewinnzone und steigt 0,4% auf 56,00 CHF. Für Geberit (-1,9% auf 134,30 CHF) bleiben gemäss CEO Baehny in Akquisitionen ein Thema, der vom Unternehmen am Donnerstag angekündigte Aktienrückkauf beginnt heute.


Am breiten Markt hat Panalpina (Aktie -4,3%) diverse Änderungen im Management bekannt gegeben, unter anderem nimmt der Marketingchef des Transportlogistikkonzerns den Hut.


Die Gehäusebauerin Elma Electronic (Aktie -2,0%) hat erste Angaben zum Geschäftsjahr 2007 gemacht und Softwarekonzern Temenos (Aktie -1,4%) vermeldete einen Auftrag von der luxemburgischen Banque Raiffeisen. Die Publigroupe (-1,0%) baut ihre Präsenz in China aus und beteiligt sich übernimmt 17% an der chinesischen Huashang Interactive Media.


Bei Valora soll laut Spekulationen in der Sonntagspresse Ex-Coop-Mann Christoph Clavadetscher Nachfolger von CEO Peter Wüst werden. Die Aktie verliert aktuell 3,3%. (awp/mc/ab)

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