CH-Eröffnung: Schwächer – Konsolidierung setzt sich fort

Vom der Bank of England erwarten Ökonomen derweil keine Änderungen des Leitzinses – der Zinsbeschluss wird am frühen Nachmittag veröfentlicht. Am Vorabend wurde zudem das Protokoll der US-Notenbank veröffentlicht. Darin wies das Fed erneut auf das Problem der Arbeitslosigkeit hin. Händler werten dies als klares Indiz dafür, dass die Zinsen weiter tief bleiben.


Der Leitindex SMI verliert bis um 09.35 Uhr 0,52% auf 6’525,10 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) steht derweil um 0,46% tiefer bei 1’014,80 Stellen und der Swiss Performance Index (SPI) sinkt um 0,47% auf 5’634,82 Punkte.


Sonova (-1,4%) gehören in den ersten Handelsminuten zu den grössten Verlierern im SMI/SLI. Dabei kommt es nach den Aufschlägen des Vortages zu Gewinnmitnahmen. Der Hörgerätehersteller gab gestern die Übernahme von Insound Medical bekannt. Zur Schlussgruppe gehören aber auch Titel wie Logitech (-2,1%), Petroplus (-1,8%) oder UBS (-1,4%).


Die schwergewichteten Roche (-0,7%), Novartis (-0,6%) und Nestlé (-0,6%) halten sich durchschnittlich.


SGS (-0,4% auf 1’350 CHF) gehören ebenfalls zu den schwächeren Aktien. Merrill Lynch hat zwar das Kursziel auf 1’300 CHF erhöht, mit Verweis auf höhere Erwartungen bezüglich dem organischen Wachstum des Konzerns. Das Rating Underperform wurde indes bestätigt.


ABB (+0,2%) verzeichnen als eine der wenigen Titel Aufschläge. Dabei profitieren die Papiere von einer Ratingerhöhung durch JPMorgan auf Overweight (Neutral). Das Kursziel sehen die Experten neu bei 24 (22,50) CHF. Die Umstufung begründet die Bank mit einer erwarteten Verbesserung der Basis-Bestellungseingänge Anfang 2010 und einer nachfolgenden Margenerhöhung. Zwar seien die Befürchtungen hinsichtlich eines Preisdrucks sowie der chinesischen Konkurrenz begründet, würden jedoch den gesamten Sektor betreffen.


Adecco (+0,3%) legen nach einem positiven Kommentar der Credit Suisse zu. Die Bank hat die Abdeckung der Titel mit dem Rating Outperform aufgenommen und setzt ein Kursziel von 68 CHF. Der Personaldienstleister werde im angelaufenen Jahr von sich verbessernden Stellenmärkten profitieren, so die Analysten.


Die grössten Gewinne im SMI/SLI verzeichnen derzeit die Aktien von GAM (+0,7%).


Aus der zweiten Reihe bleiben Evolva (+20,5%) im Fokus. Seit der Bekanntgabe der Forschungszusammenarbeit mit Roche hat sich der Preis des Titels beinahe verdreifacht. Damit steht der Titel auch heute wieder an der Spitze von SPI. Das Schlusslicht bilden hingegen OTI Energy mit einem Minus von 15,8%.


Swiss Prime Site (Aktie -0,9%) teilte zudem mit, dass sie eine Wandelanleihe über maximal 300 Mio CHF mit einer Laufzeit von fünf Jahren begibt. Das Immobilienunternehmen will den Erlös zur Refinanzierung der ausstehenden Wandelanleihe mit Fälligkeit im Februar 2010 verwenden und die finanzielle Flexibilität erhöhen. (awp/mc/ps/10)

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