CH-Eröffnung: Schwächer – OC Oerlikon weiter im Abwärtssog

Als belastend gelten vor allem die Sorgen um die Kreditwürdigkeit Griechenlands und die Dubai-Schuldenkrise. Hierzulande stehen unter den Bluechips Novartis und Swiss Re wegen ihrer Investorentage im Blick des Marktes. Daneben gibt es eine Reihe von Unternehmensnews aus dem breiten Markt, darunter eine Fusion im Solarsektor. OC Oerlikon werden nach den gestern vermeldeten Refinanzierungsplänen weiter abgestraft. Makroseitig stieg die Arbeitslosigkeit in der Schweiz im Rahmen der Erwartungen.


Bis um 09.30 Uhr verliert der SMI um 0,13% auf 6’391,74 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gibt um 0,09% auf 979,33 nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,12% auf 5’498,09 Punkte.


Novartis sinken um 0,2%. Der Pharmakonzern will seine Position im weltweiten Onkologiemarkt weiter stärken und plant noch bis Ende dieses Jahres zahlreiche Zulassungsgesuche. 2010 sollen weitere folgen, wie Novartis im Vorfeld des heutigen Investorentages mitteilte. Dabei geht es vor allem um einen Ersatz für den umsatzstarken Blutdrucksenker Diovan, dessen Patentschutz ab 2011 ausläuft.


Roche fallen ebenso um 0,2% zurück. Das Unternehmen präsentiert in den kommenden Tagen an einem Brustkrebssymposium in San Antonio neue Ergebnisse in der Behandlung von Brustkrebs im Früh- und Spätstadium.


Für die gleichfalls schwergewichteten Nestlé (+0,1%) hat die UBS das Kursziel angehoben und vergibt weiter ein «Buy». Im Vergleich zum Rest des Sektors sehen die Analysten die Valoren als tief bewertet. Angesichts des Wachstums des Unternehmens, der Stärke seiner Marken und der geografischen Ausbreitung sei dies nicht verständlich, heisst es.


Grössere Abschläge müssen einige Finanzwerte hinnehmen, darunter Swiss Re (-0,6%) am heutigen Investorenanlass. Spektakuläre Nachrichten seien heute nicht zu erwarten, heisst es von Analystenseite. ZFS (-0,7%) verlieren ebenfalls überdurchschnittlich, Swiss Life (+0,5%) können dagegen zulegen.


Während UBS (-1,0%), CS (-0,3%) sowie Schlusslicht GAM (-1,1%) verkauft werden, tendieren Julius Bär (+0,1%) kaum verändert. Bei der Bank Julius Bär kommt es zu zwei internen Ernennungen in die Geschäftsleitung.


Kühne + Nagel gewinnen 0,2% nach einer Kurszielerhöhung durch die UBS und einer bestätigten Kaufempfehlung. Die Titel der Branchenkollegin Panalpina aus dem breiten Markt geben um 0,8% nach. Das Logistikunternehmen hat Vergleichsverhandlungen mit dem US-Justizministerium im Zusammenhang mit angeblichen Verletzungen des Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) aufgenommen. Von der UBS gab es eine Kurzsielsenkung (Rating «Neutral»).


Grösste Gewinner unter den Bluechips sind Nobel Biocare (+1,4%) und Syngenta (+0,6%).


Im breiten Markt rutschen OC Oerlikon (-27,8%; Vortag -27%) nach den gestern vermeldeten Restrukturierungsplänen weiter ab. Die UBS will indes das Rating («Neutral») und Kursziel überprüfen. Für die Anleger bedeuteten die Neuigkeiten, dass ihre Probleme weiterhin nicht gelöst würden, lautet ein Analystenkommentar.


Gurit verlieren 0,7% nach einem angekündigten Zukauf in China. Emmi beteiligt sich an zwei Unternehmen in Frankreich und Italien, die Titel sind noch nicht gehandelt. Bobst (-0,1%) tendieren am heutigen Investorentag kaum verändert.


Meyer Burger haussieren um 8,8%, der Technologiekonzern will die an der BX Berne Exchange kotierte 3S Industries (Aktie +20,5%) übernehmen. Die finanziellen Auswirkungen des geplanten Aktientausches sind laut Management minimal, dafür wird ab 2011 ein positiver Gewinnbeitrag erwartet. Ein Analyst wertet die Tauschverhältnisse als angemessen und die Transaktion als sinnvoll. New Value rücken 2,4% vor, die Beteiligungsgesellschaft hält rund 10% der Anteile an 3S Industries. (awp/mc/ps/)13

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