CH-Eröffnung: Sehr fest – Im Sog der positiven Vorgaben aufwärts

Derweil rutschte ABB mit einem aktualisierten Ausblick ans Tabellenende. Als Begründung für den neuerlichen Trendwechsel am Gesamtmarkt werden besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten in den USA angeführt. Neue Impulse könnten von der Sitzung der Europäischen Zentralbank ausgehen.


Der SMI gewinnt bis um 09.35 Uhr 1,98% auf den Stand von 5’114,08 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt derweil 2,23% auf 722,76 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,91% auf 4’284,63 Zähler zu.


Swiss Re (+5,8% auf 20,50 CHF) katapultieren sich mit einem Stellenabbau nach oben. Das Unternehmen will weltweit 10% der Stellen abbauen, die Organisationsstruktur weiter vereinfachen und dadurch die betriebliche Effizienz steigern. Zudem wurde Agostino Galvagni zum neuen COO der Gruppe und Mitglied der Geschäftsleitung ernannt. «Man hat zwar am Markt mit der Ankündigung von Umbaumassnahmen gerechnet. Aber die Ernennung Agostino Galvagnis zum Verantwortlichen wird vermutlich so ausgelegt, dass Swiss Re die Schritte mit Nachdruck betreibt und möglichst rasch umsetzen will», sagte ein Händler.


Im Sog legen die Versicherungswerte ZFS (+2,7% auf 187,90 CHF) und Baloise (+3,0% auf 76,90 CHF) zu. Swiss Life (+2,0% auf 86,70 CHF) bleiben etwas zurück. Die Citigroup hat die Anlageempfehlung auf «Hold» («Buy») gesenkt. Weit oben auf dem Kurstableau stehen UBS (+5,4% auf 11,76 CHF), CS (+3,9% auf 38,16 CHF) und Julius Bär (+4,4% auf 30,28 CHF).


Adecco (+1,6% auf 36,70 CHF) bleiben etwas hinter dem Gesamtmarkt zurück. Der Personalvermittler vermeldete einen überraschenden Wechsel an der Unternehmensspitze. An Stelle des bisherigen CEO Dieter Scheiff übernimmt neu Patrick De Maeseneire das Steuer. Am Markt zeigt man sich ob des Wechsels überrascht, erachtetet aber auch den von Barry Callebaut kommenden De Maeseneire als gute Wahl.


Bei den gewichteten Pharmawerten legen Roche 1,4% auf 158,00 CHF zu. Der Konzern hat eine CE-Kennzeichnung für einen neuen LightCycler-Test erhalten. Novartis verteuern sich um 1,5% auf 44,14 CHF.


ABB (-1,2% auf 16,03 CHF) leiden unter einer Gewinnwarnung. Die Schwankungen bei wichtigen Rohstoffpreisen und Wechselkursen im aktuellen Quartal würden sich beim Vergleich des EBIT voraussichtlich negativ auswirken. Aus Sicht von Marktbeobachtern bietet diese Aussage von ABB Raum für Spekulationen. «Mehr Details über den Umfang der Abschwächung wären daher wünschenswert», schreibt Wegelin. Unter den Blue Chips stehen neben ABB lediglich noch Lonza (-0,8% auf 110,40 CHF) im Minus.


In der zweiten Reihe legte Barry Callebaut (-1,7%) einen soliden Zahlenausweis vor. Insbesondere die trotz schwierigem Umfeld gesteigerte EBIT-Marge und auch der Ausblick überzeugten, heisst es in einem ersten Kommentar. Einzig der Abgang des erfolgreichen CEO Patrick de Maeseneire dürfte einen etwas bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Die ZKB merkt an, Barry habe das Wachstumstempo des Vorjahres trotz der Outsourcing-Volumen nicht halten können, hat aber bei den Margen eine erstaunliche Verbesserung erzielt.


Valora (+3,4%%) profitieren von den vorgelegten soliden Zahlen und dem optimistische Ausblick. Zudem publizierten die Banque Privée Edmond de Rothschild und Newron (beide ungehandelt) und Comet (-1,2%) Zahlen. (awp/mc/ps/12)

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