CH-Mittag: Frühe Gewinne abgebaut

Einen Teil noch grösserer Gewinne aus der ersten Handelsstunde hat der SMI allerdings wieder eingebüsst.
Zur Zeit verläuft die Entwicklung eher seitwärts, die Volatilität ist mit einer Handelspannweite von rund 70 Punkten kleiner als auch schon in den vergangenen Tagen. Die freundliche Stimmung nach den sehr guten Vorgaben – vor allem auch aus Fernost – wirke sich europaweit in festeren Kursen aus, hiess es in Handelskreisen. Nach der überraschenden Senkung des Diskontsatzes durch die amerikanische Notenbank am Freitag hätten sich die Hoffnungen der Investoren auf eine Senkung auch des Leitzinssatzes verstärkt. Möglicherweise folge ein solcher Schritt noch diese Woche. Der Fokus ist nun auf weitere Konjunkturdaten aus den USA von heute Nachmittag gerichtet.
Der SMI zieht bis um 11.55 Uhr 54,44 Punkte oder 0,64% auf 8`597,47 Punkte an. Der 30 Titel umfassende SLI legt 0,99% auf 1`294,38 Punkte zu und der breiter gefasste SPI 53,57 Punkte oder 0,77% auf 6`989,97 Punkten.


An der Spitze des SMI sind derzeit die beiden Swatch-Valoren (I +3,4% auf 356,25 CHF; N +2,7% auf 67,05 CHF) sowie ABB (+2,7% auf 26,70 CHF) zu finden. ABB holen damit einen Teil der Verluste der Vorwoche wieder auf, gestützt von der Meldung zu einem Grossauftrag aus Katar. Der Auftrag sei zwar bereits im zweiten Quartal verbucht worden, hiess es am Markt, ein leichte positive Beeinflussung für das Sentiment für ABB liege trotzdem drin.
Roche (+1,3% auf 209 CHF) werden von einer Kurszielerhöhung durch JP Morgan auf 240 CHF gestützt.
Positiv entwickeln sich mit Julius Bär (+2,1% auf 76,25 CHF), ZFS (+1,7% auf 336,75 CHF) oder Swiss Life (+1,1% auf 272,75 CHF) auch einige Finanzwerte. CS (unverändert bei 79,75 CHF) und UBS (+0,6% auf 63,50 CHF) haben allerdings im bisherigen Verlauf grössere Gewinne wieder abgegeben. Die Aufstufung des Bankensektors auf `Overweight` durch Lehman Brothers vermag die beiden Grossbanken-Titel nicht nachhaltig zu stützen.


Schwächer als der Gesamtmarkt tendieren auch Nestlé (+0,3% auf 489 CHF), welche allerdings in der Vorwoche beinahe 10% zugelegt hatten. Die aktuell laufende Investorenkonferenz habe keine neuen Kaufimpulse geliefert.
Novartis (-0,6% auf 62,90 CHF) liegen zusammen mit Lonza (-0,3% auf 107,70 CHF) als einzige Verlierer am Tabellenende. Novartis kommt in der wieder etwas aufgehellten Stimmung der defensive Charakter nicht entgegen. Die Nachricht von der zusätzlichen Zulassung für Reclast in den USA sei für Novartis sicherlich positiv, hiess es in Marktkreisen, aber ohne Überraschungsmoment.
Im breiten Markt legen Medisize nach Zahlen 0,7% zu, während Oridion nach gutem Beginn auf das Schlussniveau der Vorwoche zurückgefallen sind.
Markante Avancen erleben Meyer Burger (+7,0%), Winterthur Technologie (+6,3%) vor den Semesterzahlen am kommenden Mittwoch, oder Petroplus (+6,5%). (awp/mc/th)


 

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