CH-Schluss: Abgaben bis zum Schluss vergrössert – Gewinnmitnahmen

Die heutige Korrektur sei sicher nicht überraschend gekommen, auch aus technischer Sicht, hiess es am Markt, fundamental habe sich aber nicht viel verändert. Ob die Korrektur länger andauern werde oder morgen bereits wieder vorbei sei, sei derzeit schwierig zu sagen, denn es gebe für beide Ansichten gute Argumente.


Der Schweizer Leitindex SMI büsste bis zum Schluss 1,43% auf 6`128,17 Punkte ein. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank um 1,54% auf 942,15 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,35% auf 5`274,08 Stellen.


Das Schlusslicht bildeten am Berichtstag im SMI/SLI die Valoren von Clariant (-6,8%). Gebremst wurde der Titel durch eine Rückstufung der UBS. Die Analysten der Bank publizierten eine Verkaufsempfehlung für die Titel, wobei sie das neue Rating «Verkaufen» mit der Bewertung des Titels begründeten. Seit dem Tiefpunkt im März habe sich der Wert der Aktien mehr als verdoppelt und auch gegenüber Ende 2008 resultiere noch ein Plus von rund 30%, so die Experten.


Am Montagabend hat Clariant zudem mitgeteilt, dass der Geschäftsbereich Specialty Silicones an die us-amerikanische SiVance LLC verkauft wurde. Dies sei ein normaler Vorgang in Clariant Portfoliobereinigung, hiess es dazu aber in Marktkreisen.


Zu den grössten Verlierern gehörten daneben UBS (-5,8%), OC Oerlikon (-4,2%) und Credit Suisse (-3,3%). Am Montagabend hatte das Eidgenössische Finanzdepartement mitgeteilt, dass die USA im Fall UBS ein Amtshilfegesuch eingereicht hat. Julius Bär (-1,3%) wurden ebenfalls verkauft. Unterdurchschnittliche Verluste verzeichneten die defensiven SMI-Schwergewichte Nestlé (-0,6%), Roche (-0,6%) und Novartis (-0,1%).


Fester notierten indes die Papiere von Givaudan (+1,0%), SGS (+0,9%), Lonza (+0,7%), Synthes (+0,2%) und Actelion (+0,2%). Bei Actelion sorgten Lieferschwierigkeiten bei einem Konkurrenzprodukt für Zavesca vorübergehend für etwas Fantasie. Patienten könnten aufgrund der Schwierigkeiten vermehrt mit dem Actelion-Produkt behandelt werden, hiess es in Marktkreisen. Es handle sich zwar um ein untergeordnetes Produkt von Actelion, allerdings eines mit sehr hohen Margen. (awp/mc/pg/30)

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