CH-Schluss: Dank guten US-Konjunkturdaten etwas fester

Insgesamt hätten sich am Tag vor dem verlängerten «Thanksgiving»-Wochenende in den USA die Volumina an der Schweizer Börse auf sehr tiefem Niveau bewegt, erklärte ein Händler. Wenn am Donnerstag die US-Börsen geschlossen bleiben, dürfte das Geschäft mit Aktien hierzulande erneut in ruhigen Bahnen verlaufen.


Am Mittwochnachmittag belebten Konjunkturdaten aus den USA die Entwicklung an den internationalen Börsen. Dagegen habe sich der schwache Dollar an den Aktienmärkte kaum bemerkbar gemacht, so der Händler weiter.


Bis Börsenschluss legte der SMI um 0,39% auf 6’422,20 (Tageshöchst: 6’445,17) Punkte zu. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,54% auf 984,60 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,33% auf 5’520,93 Punkte.


Die Luxusgütertitel gehörten am Mittwoch zu den Tagessiegern. Richemont (+5,9%) und Swatch Group (+2,6%) profitierten von guten Quartalszahlen und einer Prognoseerhöhung des US-Luxusgüterkonzerns Tiffany. Richemont wurden zudem von der Credit Suisse auf «Outperform» hochgestuft.


Zu den grössten Gewinnern im SMI/SLI zählten etwa auch Clariant (+2,9%), Givaudan (+1,4%) oder Holcim (+1,1%), ohne dass es dazu fundamentale Nachrichten gegeben hätte.


Bei den Finanztiteln kletterten Swiss Re um 2,1% in die Höhe. Die Anstieg dürfte in erster Linie technischer Natur sein, nachdem die Marke von 50 Franken überquert worden sei, hiess es.


Im Gegensatz dazu büssten die Grossbankentitel der UBS 0,6% und der CS 1,2% ein. Eine Studie von Bernstein Research zu den europäischen Investmentbanken sei an der Börse negativ aufgenommen worden, hiess es dazu. Aber auch Julius Bär (-1,4%) und ZFS (-0,7%) gaben deutlich nach.


Die defensiven Schwergewichte Nestlé (+0,8%), Roche (+0,5%) und Novartis (+0,5%) boten dem Gesamtmarkt eine gewisse Stütze. Roche hat für Avastin in Europa einen erweiterten Zulassungsantrag gestellt und Novartis hat mit der Incyte Corporation eine Lizenzvereinbarung abgeschlossen. Diese Nachrichten wurden allerdings als «kursneutral» bewertet. Mehr Beachtung dürfte dagegen Roche-CEO Severin Schwan gefunden haben, welcher sich gegenüber der Presse zur Entwicklung des Pharmakonzerns zuversichtlich geäussert hat.


Swisscom (+0,6%) wurden von der Fusion der Schweizer Geschäfte der dänischen TDC und von France Telecom – Orange Schweiz und Sunrise – gestützt. Dies mindere den Wettbewerb und sei daher per saldo positiv für Swisscom, so die einhellige Meinung in Börsenkreisen. Ganz anders sieht dies Swisscom-Sprecher Carsten Roetz, welcher von einer Stimulierung des Marktes ausgeht.


Im breiten Markt legten Gategroup (+1,4%) nach Abschluss mehrerer Verträge mit Delta Air Lines leicht zu. Die mehrjährige Vereinbarung sei «bedeutend» und generiere Umsätze von über 1 Mrd USD über mehrere Jahre hinweg, hiess es. Ausserdem hat sich CEO Guy Dubois gegenüber den Medien geäussert. Er erwartet im Gesamtjahr 2009 einen Reingewinn.


Auffallend war der massive Sprung von +20% bei Oti Energy. Auf der Gegenseite gaben EEII (-7,8%) oder Affichage (-7,3%) deutlich nach. (awp/mc/pg/28)

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