CH-Schluss: Deutlich fester – rasanter Endspurt

Getragen wurde die Erholung von den defensiven Schwergewichten und einer technischen Erholung in den Grossbankenaktien. Sehr schwach präsentierten sich indes sich angesichts der steigenden Konjunktursorgen dagegen ABB und weitere Industriewerte.


Der Swiss Market Index (SMI) ging mit einem Aufschlag von 0,69% oder 58,60 Punkten auf 8’500,64 Einheiten aus dem Handel. Das Tagestief lag bei 8’372,48 Punkten. Der SLI rückte um 0,37% auf 1’301,15 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,55% auf 6’957,91 Zähler vor.


Dem SMI den ganzen Tag lange eine solide Stütze waren die grosskapitalisierten Nestlé-Aktien, die 2,0% höher auf 542,50 CHF schlossen. Goldman Sachs hat das Kursziel auf 600 CHF von bisher 530 CHF erhöht. Gleichzeitig wurde der Titel auf die ‹Conviction Buy List› genommen und das Rating ‹Buy› bestätigt.


Mit Nachholbedarf zeigten sich auch die Pharmawerte Novartis (+0,3% auf 59,10 CHF) und vor allem Roche (+1,8% auf 195,20 CHF). Roche haben mit einer Studie zu einer kombinierten Therapie mit Avastin und Tarceva in einer speziellen Krebsindikation zwar einen primären Endpunkt verfehlt, das Unternehmen zieht dennoch positive Schlüsse aus der Studie.


Die Bankenwerte CS (+0,7% auf 68 CHF) und UBS (+1,2% auf 53,65 CHF) arbeiteten sich bis zum Schlussgong deutlich in die Gewinnzone vor. Zuversichtliche Aussagen des Goldman-Sachs-CEO zum Abschreibungsbedarf haben Marktbeobachter zufolge das Sentiment gestützt. Julius Bär stiegen 0,2% auf 91,70 CHF.


Der Sub-Index der Versicherungen fiel hinter den Markt zurück, belastet von einer Senkung der Anlageeinstufung für den Sektor durch Goldman Sachs. Bâloise verloren in der Folge 0,6% auf 114,50 CHF. Auch Swiss Re (+0,4% auf 99,55 CHF) und ZFS (+0,5% auf 320,25 CHF) hinkten dem Gesamtmarkt etwas hinterher. ZFS wird am Donnerstag die Quartalszahlen zeigen.


ABB verloren am anderen Ende 2,5% auf 13,86 CHF. ABB leide wie andere Industriewerte unter den steigenden Konjunktursorgen; auch Holcim waren aus diesem Grund unter Druck (-1,6% auf 123,70 CHF). Hier habe gewiss auch der Gewinneinbruch des US-Baumarktriesen Home Depot seine Spuren hinterlassen, sagten Beobachter.


Syngenta sanken 2,5% auf 262 CHF, holten jedoch einen Grossteil der Tagesverluste auf. Der Titel sei von Gewinnmitnahmen im gesamten Agrarsektor belastet worden, sagten Händler. Mit der Erholung in den Aktien des Syngenta-Konkurrenten Monsanto, die am Vortag 7,8% verloren hatten, erholten sich auch die Werte der Basler wieder etwas.


Im Breiten Markt sackten Huber+Suhner nach Zahlen um 6,2% ab. Die Kommentare der Analysten waren zwar mehrheitlich wohlwollend, allerdings sei das positive Szenario für Huber+Suhner bereits im Aktienkurs eingepreist.


Kuoni stiegen ebenfalls nach Zahlen um 2,8%, Sonova (+3,3%) überzeugten mit dem Semesterabschluss ebenfalls. (awp/mc/gh)

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