CH-Schluss: Fester – Gewinne teilweise abgegeben

Die freundliche Grundstimmung wurde durch die chinesische Regierung ausgelöst. China will bis 2010 rund 600 Mrd USD in die Infrastruktur und soziale Projekte investieren. Davon hätten an der Schweizer Börse jene Titel profitiert, die irgendwie mit Infrastruktur in China zu tun haben, meinte ein Händler.


Das Blue Chips Barometer SMI gewann bis Börsenschluss noch 82,46 Punkte bzw. 1,37% auf 6’090,62 (Tageshöchst: 6’232,97) Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) avancierte derweil um 1,61% auf 857,94 Punkte, der breite Markt (SPI) um 1,36% auf 5’013,78 Zähler.


Im SMI/SLI verteidigten ABB (+8,8% auf 14,73 CHF) und Syngenta (+7,5% auf 221,60 CHF) die Spitzenplätze. ABB sei in China mit grossen Auftragsvolumen und langjähriger Tätigkeit tief verwurzelt, hiess es. Beim Agrochemiekonzern Syngenta komme zum Tragen, dass im Rahmen des Programms auch die chinesische Landwirtschaft grosszügig mit Krediten versorgt werden sollen.


Von China gestützt kletterten auch Holcim (+4,3% auf 61,55 CHF) oder Geberit (3,3% auf 123,80 CHF) überdurchschnittlich in die Höhe. Im breiten Markt profitierten etwa Schindler (+9,7%), Burckhardt Compression (+9,2%) oder Schulthess (+7,4%) stark vom Konjunkturprogramm.


Swiss Re gewannen 4,8% auf 50,10 CHF. Verwaltungsratspräsident Peter Forstmoser erklärte in einem Zeitungsinterview, dass der Rückversicherer das in den letzten Monaten verloren gegangenen Anlegervertrauen zurückgewinnen möchte. Das Risikomanagement sei gestärkt worden und im Bereich Financial Markets könne man sich wieder auf die wesentlichen Aufgaben fokussieren, sagte Forstmoser weiter.


Die Schwergewichte Novartis (+1,5% auf 58,55 CHF), Nestlé (+1,0% auf 47,08 CHF) und UBS (+1,0% auf 17,47 CHF) waren Mittelfeld zu finden. Roche (-0,2% auf 170,00 CHF) rutschten dagegen noch in die Verlustzone ab. Dies obwohl der Basler Pharmakonzern für das Medikament Mircera bei chronischen Nierenerkankungen gute Studienresultate erzielt hat.


Die grössten Abgaben mussten Swatch (-2,4% auf 167,00 CHF) hinnehmen. Swatch-CEO Nick Hayek rechnet zwar mit einer Verlangsamung des Absatzwachstums. Die Umsätze dürften aber dennoch zulegen, erklärte der CEO in einem Zeitungsinterview. Die Aktien der Konkurrentin Richemont gingen am Montag um 0,9% auf 23,42 CHF zurück. Im breiten Markt gingen Oridion (-2,5%) nach Drittquartalszahlen mit Abschlägen aus dem Handel. (awp/mc/ps/32)

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