CH-Schluss: Kaum verändert – Richemont nach Zahlen gesucht

Insgesamt wurde am Markt aber von einem impuls- und daher eher richtungslosen Handel gesprochen. Eine Ausnahme bildeten Richemont: Der Luxusgüterkonzern überraschte mit positiven Halbjahreszahlen und sorgte für entsprechende Kaufimpulse.


Bei Börsenschluss sank der SMI um 0,07% auf 6’351,08 Punkte (+0,9% im Wochenvergleich). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,16% auf 976,68 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) verlor wiederum 0,06% auf 5’477,95 Punkte.


Unter den SMI-/SLI-Werten hatten am Berichtstag Richemont (+5,6%) mit Halbjahreszahlen positiv überrascht. In Analystenkreisen wurde insbesondere die EBIT- bzw. Margenentwicklung lobend hervorgehoben. Ebenfalls erfreulich sei, dass das Management auf ein besseres Weihnachtsgeschäft als im schwachen Vorjahr hofft. Im Sog von Richemont stiegen auch die Titel der Branchenkollegin Swatch (+2,7%).


Neben den Luxusgüterherstellern gab es einige weitere Gewinner. Holcim (+2,0%) beispielsweise wurden von einer Kurszielerhöhung durch die UBS beflügelt. Daneben avancierten auch Synthes (+1,6%), Sonova (+1,1%), Adecco (+0,9%), Givaudan (+0,5%) oder SGS (+0,4%).


Dagegen lagen zum Wochenschluss vor allem die Finanztitel im Angebot. So schlossen GAM (-2,5%), UBS (-2,0%), Julius Bär (-1,9%) oder Swiss Life (-1,6%) weit abgeschlagen am Tabellenende. Das Darlehen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) an die UBS belief sich zum 30.09.2009 auf 21,5 Mrd USD, teilt die SNB in ihrem heute publizierten Zwischenausweis mit. Per Ende Juni waren es noch 23,5 Mrd USD.


Bei den zyklischen Titeln verloren Petroplus (-2,3%), Logitech (-1,7%), Lonza (-1,5%) oder ABB (-1,3%) überproportional.


Zeitweise überdurchschnittlich unter Druck standen auch die Indexschwergewichte Nestlé (unv.), Roche (-0,3%) und Novartis (+0,4%). Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat mit Celtura einen weiteren Impfstoff gegen die Schweinegrippe zugelassen.


Im breiten Markt trennten sich die Anleger von Goldbach Media (-25,4%), nachdem das Medienunternehmen vorbörslich eine Gewinnwarnung ausgegeben hat.


PSP verloren 0,3%. Das Immobilienunternehmen hat mit seinem Neunmonatsausweis zwar die Konsensuserwartungen erfüllt, doch das Ausbleiben einer positiven Überraschung sei nach den Avancen der Titel seit Jahresanfang zu Gewinnmitnahmen genutzt worden, hiess es am Markt.


Positive News gab es u.a. von Kudelski (+3,2%): das Westschweizer Unternehmen kommt mit der Vollübernahme von OpenTV voran. Castle Private Equity (+2,5%) wies für das dritte Quartal zwar einen Gewinn aus, verharrte aber in den ersten neun Monaten noch in der Verlustzone. Emmi (+2,3%) reagierten positiv auf die neuen Marketinganstrengungen mit der Übernahme eines Sponsorings für internationale Skirennen.


Barry Callebaut (+5,3%) profitierten von einer Heraufstufung auf «Buy» durch die UBS. (awp/mc/pg/30)

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