CH-Verlauf: Anleger nehmen Gewinne mit – Finanzwerte belastet

Die Experten der ZKB sind trotz der wachsenden Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Korrektur der Ansicht, dass die Aktienmärkte mittelfristig weiteres Aufwärtspotenzial besitzen. Das grösste Risiko für die Aktienmärkte orten die Experten in einer schneller und kräftiger als erwarteten Konjunkturerholung, welche die Notenbanken zu einer früheren Richtungsänderung in der Geldpolitik veranlassen würde.


Das SMI-Index steht um 12.00 Uhr 0,91% tiefer auf 6’176,09 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,94% auf 955,39 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,82% auf 5’338,42 Zähler.


Deutliche Verluste verbuchen die Versicherungswerte Swiss Life (-2,8%) und ZFS (-1,9%). Der Broker KBW bestätigt zwar die Einstufung «Overweight» für den europäischen Versicherungssektor, hat die Titel von ZFS jedoch nmeu mit «Underperform» nach «Marketperform» eingestuft.


Für die Valoren von Baloise (-0,9%) und Nobel Biocare (-1,6%) hat die letzte Woche im SMI begonnen. Beide Werte fallen nach Handelsschluss am Freitag aus dem Index heraus. Ab kommender Woche werden dann Lonza (-0,3%) und SGS (-1,2%) im SMI gehandelt.


Die zyklischen ABB (-1,5%) und Holcim (-1,6%) stehen auf der Verliererseite, nachdem die Titel zuletzt wegen guter Konjunkturdaten zugelegt hatten. Bei ABB gibt es zudem von Cazenove und SocGen negative Kommentare zum Geschäftsverlauf. Eine Rückstufung von «Neutral» auf «Reduce» durch die Bank Sal. Oppenheim belastet Clariant (-4,7%).


Abwärts geht es auch bei den Banktitel. UBS verbilligen sich um 1,4%, obwohl die Analysten von Nomura die Einstufung für die Aktien auf «Buy» von bisher «Reduce» erhöht haben. Julius Bär verlieren um 2,1% und CS um 1,1%. In den vergangenen fünf Handelstagen legten CS um 6,1% und Julius Bär um 3,7% zu.


Nestlé (-0,8%) geben trotz einer Rating-Abstufung weniger als der Gesamtmarkt nach. Citigroup hat das Anlagerating für die Aktien auf «Hold» von bisher «Buy» zurückgenommen. Die Schwergewichte Novartis und Roche reduzieren sich um 0,5% bzw 0,3%. Das Grippemedikament Tamiflu erhöht zwei Studien zufolge die Überlebensraten von Patienten mit Vogelgrippe oder schwerer saisonaler Grippe.


Bei Petroplus (-9,1% bzw. 2,50 CHF) läuft diese Woche der Handel mit den Anrechten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung (gegenwärtiger Kurs Anrechte 2,04 CHF). Pro vier alte Aktien kann eine neue Aktie zum Kurs von 16,90 CHF bezogen werden. Richemont (-0,8% bzw. 0,22 CHF) werden ex-Dividende (0,30 CHF) gehandelt.


Auf der Gewinnerseite stehen dagegen Swisscom (+0,9%). Die Aktien profitieren von zwei Studien zum europäischen Telekommunikationssektor, in denen die Aktien zu den Branchenfavoriten gezählt und die Kursziele hochgesetzt werden. Kühne+Nagel legen 0,9% und Geberit 0,6% zu und setzen damit den Aufwärtstrend vom Freitag fort.


In der zweiten Reihe haben LO Holding (+0,8%) und Athris (+0,1%) Halbjahreszahlen vorgelegt. Arpida verlieren 16,2%. Nach den massiven Kursgewinnen im Zuge des am vergangenen Donnerstag angekündigten Zusammenschlusses mit Evolva werden nun Gewinne mitgenommen. Addex (+5,4%) profitieren dagegen von positiven präklinischen Studienergebnissen.


SPS (-1,1%) hat das laufende öffentliche Angebot zur Übernahme der Jelmoli (+0,1%) leicht erhöht. ADB (-0,1%) erhält Aufträge für Settop-Boxen aus Norwegen und Polen, Myriad (+2,3%) lanciert eine sogenannte Widget-Lösung für günstige Mobiltelefone. Unique (-0,3%) hat am Freitagabend ein gegenüber Vorjahr leicht höheres Passagieraufkommen für den August vermeldet. (awp/mc/ps/19) 

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