CH-Verlauf: Fester bei dünnem Volumen – Banktitel legen zu

Bis um 12.10 Uhr steigt das Blue-Chips-Barometer SMI um 1,36% auf 5’461,89 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt 1,87% auf 840,99 Zähler zu und der breit gefasste Swiss Performance Index (SPI) um 1,19% auf 4’715,65 Punkte.


Die Titel der Banken UBS (+4,5%) und CS (3,4%) stehen weit oben auf dem Kurstableau. Hier stützt die Nachricht aus den USA, dass zehn der grössten Banken ab sofort Staatshilfen an die Regierung zurückzahlen dürften. Der US-Finanzminister hält die Bilanzen für stabil und genehmigte die Rückerstattung. Dies werfe ein positives Licht auf die Branche, so ein Beobachter. Julius Bär (+1,4%) rangieren etwas weiter hinten.


Die Versicherungstitel ZFS (+2,0%), Swiss Re (+2,5%) und Swiss Life (+2,3%) folgen hinter den Titeln der Grossbanken. Swiss Life verkauft den Transportversicherer CEAT an Helvetia. Die Probleme beim Lebensversicherer scheinen nach Ansicht der Marktexperten von Wegelin zwar etwas entschärft, das Vertrauen der Investoren dürfte jedoch nicht so schnell restlos zurückgewonnen werden. Für Helvetia (+3,5%) scheint der Zukauf sinnvoll und Dank der soliden Bilanz auch finanzierbar, so Wegelin.


Die zyklischen Titel Holcim (+3,6%) und ABB (+2,3%) sowie Clariant (+6,7%) und Logitech (+3,7%) gehören unterdessen zu den grössten Gewinnern.


Weniger als der Gesamtmarkt steigen dagegen Kühne + Nagel (+0,5%). Das Unternehmen stellt sich auf ein sehr schwieriges Jahr 2009 ein. «Eine wirkliche Erholung wird es bestimmt nicht vor 2010 geben, und sie wird nicht kräftig ausfallen», sagte CEO Reinhard Lange in einem Interview.


Auch die defensive Titel Synthes (-0,5%), Roche (+0,3), Novartis (-0,8%) und Nestlé (+0,9%) werden von den Käufern eher gemieden.


In der zweiten Reihe steigen Rieter um 1,2%. CEO Hartmut Reuter glaubt weiter an die Dualstrategie (Textil, Automotive) seines Konzerns. Nun sind beide Divisionen erstmals gleichzeitig in massive Schwierigkeiten geraten. «Nur weil das jetzt so ist, wollen wir unseren bisherigen Weg nicht gleich verlassen», sagte er der «Handelszeitung».


Bei Conzzeta (+0,4%) hinterlässt die Rezession tiefe Spuren. Das Unternehmen leidet unter einem Umsatzeinbruch in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2009. Die Bank Vontobel erwarten nun beim Umsatz in diesem Jahr einen Rückgang um mindestens 30%.


u-blox (+11,9%) beliefert das chinesische Telekom-Unterenehmen Gionee Communications mit einem GPS-Empfänger-Chip. Die Serie von Neukunden für die Thalwiler laufe weiter, kommentiert Wegelin. «Damit dürfte einmal mehr bewiesen sein, dass die Anwendungen von u-blox konkurrenzfähig sind», so die Marktexperten. (awp/mc/pg/19)

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