CH-Verlauf: Gewinne ausgebaut – Swisscom und Banken gesucht

Der Markt profitiert von den guten Vorgaben der US-Börsen, die am Dienstag in der letzten Handelsstunde kräftig zulegen konnten. Nun würden die Anleger auf die Eröffnung an der Wall Street warten, sagte ein Händler. Wichtige Konjunkturdaten seien aber keine zu erwarten.

Der Markt habe eine erste ‹Bodenbildung› vollzogen, nachdem die Korrektur am Montag bei 8’600 Punkten vorläufig gestoppt worden sei, so der Händler weiter. Allerdings gebe es derzeit zu wenig Anhaltspunkte dafür, dass die Konsolidierung bereits ein Ende gefunden habe und nun die wichtigen Widerstände bei 8’800 und 8’900 Punkten nachhaltig überboten werden könnten, warnt er. In der Schweiz zeigen sich Swisscom nach guten Halbjahreszahlen und die Finanzwerte von der starken Seite.


Der SMI gewinnt bis um 12.05 Uhr 100,79 Punkte oder 1,15% auf 8’847,76 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI zieht um 1,28% auf 1’354,18 Punkte an, der breiter gefasste SPI um 1,08% auf 7’235,00 Punkte.


Swisscom (+3,4% auf 424,75 CHF) gehören zur Mittagszeit weiterhin zu den grössten SMI-Gewinnern. Der Telekomkonzern hat mit seinem Semesterergebnis die Markterwartungen leicht übertroffen, zudem wurde der Ausblick auf das Gesamtjahr nach der vollzogenen Übernahme der italienischen Fastweb erhöht.


Nobel Biocare (+3,1% auf 363,25 CHF) werden morgen Donnerstag über das abgelaufene Halbjahr berichten und ernten bereits heute die Vorschusslorbeeren. Dabei profitieren Nobel von der Konkurrentin Straumann (Aktie: +2,5%), die ihre Zahlen bereits heute veröffentlicht hat. Die Dentalimplantateherstellerin hat die Gewinnprognosen deutlich übertroffen und die Guidance erhöht. Mit Synthes (Aktie: +1,6% auf 142,80 CHF) wird morgen zudem ein weiteres Unternehmen aus der Medizinaltechnik Zahlen präsentieren.


Zuoberst stehen mittlerweile ABB (+3,6% auf 28,25 CHF). Morgan Stanley hat das Rating auf ‹Overweight› mit einem Kursziel von 35 (bisher 20,90) CHF erhöht.


Die wichtigste Stütze der guten Entwicklung des Gesamtmarktes sind die zuletzt arg gebeutelten Finanzwerte. So gewinnen Banken UBS 1,7%, CS 2,2% und Julius Bär 2,4%. Die Versicherungen ZFS (+2,2%), Swiss Re (+1,5%) oder Swiss Life (+1,3%) bewegen sich ebenfalls über dem Marktdurchschnitt.


Unterdurchschnittlich entwickeln sich dagegen die Schwergewichte Novartis (+0,6% auf 65,95 CHF), Nestlé (+0,2% auf 459,25 CHF) und Roche (+0,2% auf 210,60 CHF).


Im breiten Markt fallen nebst Straumann auch Biomarin (+9,8%) mit deutlichen Kursavancen auf. Das Biotechunternehmen hat gestern Abend Quartalszahlen veröffentlicht. Weiter ortet die ‹Finanz und Wirtschaft› bei Advanced Digital Broadcast (+8,8%) eine interessante Einstiegsmöglichkeit. Das Technologieunternehmen wird morgen über das erste Halbjahr berichten.


Noch deutlicher gewinnen nur noch Société Bancaire Privée (+15,8%) dazu. Auf der anderen Seite verlieren Escor mit 4,2% am meisten. (awp/mc/pg)

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