CH-Verlauf: Schwächer – Getrübte Aussichten auf US-Börsen belastet

Hinzu kommen nach Ansicht von Beobachtern schwächere Aussichten für die Wall Street, die die Stimmung trübten. Börsianer verweisen auf die weiter nachgebenden Futures auf die wichtigsten US-Indizes.


Um 12.10 Uhr verliert der SMI 0,68% auf 6’563,70 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt derweil um 0,66% auf 1’005,02 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,62% auf 5’639,19 Punkte.  Im Rückblick kann sich das zu Ende gehende Börsenjahr mit einem bisherigen Plus von mehr als 18% jedoch sehen lassen. Im Jahr davor, dem desaströsen Börsenjahr 2008, hatte der SMI knapp 35% verloren.


Bei den Blue Chips stehen nach einem ausgewogenen Handelsauftakt mittlerweile praktisch alle Titel im Minus. Die Versicherungswerte ZFS (-0,4%), Swiss Re (-0,6%) und Swiss Life (-0,5%) verlieren dabei etwas weniger als die Bankentitel UBS (-1,4%) und Julius Bär (-1,3%) und CS (-0,9%). Immerhin zählen Swiss Life und CS mit einem bisherigen Jahresgewinn von rund 90% bzw. 82% zu den erfolgreichsten Valoren im SMI.


Auch die schwergewichteten Roche (-0,3%) und Novartis (-0,4%) sowie Nestlé (-0,9%) liegen im Angebot und lassen dem Index wenig Luft nach oben. Nestlé zeichneten sich jedoch mit einer Jahresperformance von +20% als wesentliches Zugpferd im Index aus.


Auch Swatch (-1,0%) und Richemont (-0,6%) blicken auf ein insgesamt erfolgreiches Börsenjahr 2009 zurück. Beide Titel verteuern sich um mehr als 70% und rangieren damit unter den besten 5 Titeln des Jahres. Sonova (-0,6%) haben dagegen auf Jahressicht bei den Anlegern noch mehr Gehör gefunden und verdoppeln den Kurs nahezu.


Holcim (-0,7%) geben im Einklang mit dem Gesamtmarkt nach und reagieren damit kaum auf die jüngsten Aussagen des CEO zur Zementbranche. Es werde mindestens drei bis fünf Jahre dauern, bis die Märkte für Baustoffe in den am stärksten betroffenen reifen Volkswirtschaften wieder ihren Höhepunkt erreichten, sagte Holcim-Chef Markus Akermann gegenüber der «Financial Times Deutschland».


Geberit (-0,9%) will sich im Jahr 2010 gegenüber der Konkurrenz weiter behaupten. «Wir erwarten ein schwieriges Jahr. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass wir weitere Marktanteile dazugewinnen werden», sagte CEO Albert Baehny in einem Interview.


Auf der Gewinnerseite stehen bislang lediglich Kühne + Nagel (+0,1%), Swisscom (+0,1%), Baloise (+0,1%) und Petroplus (+0,3%). Petroplus war 2008 mit einem Minus von 75% zweitschwächster Wert im SMI/SLI. Dieses Jahr verteuerte sich der Titel um 2,2%.


Bei den Nebenwerten leiden Basilea (-21,1%) darunter, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA den Zulassungsantrag des Basilea-Entwicklungspartners Johnson & Johnson für das Medikament Ceftobiprol (vorerst) zurückgewiesen hat und weitere Studien empfiehlt. Ein nicht ganz unerwarteter Schritt zwar, der von Marktbeobachtern jedoch als negativ gewertet wird. Die negative Jahresperformance von -59% findet damit ihren Abschluss.


Bei Mobimo (+0,6%) rechnet der CEO nicht damit, dass sich der Geschäftsgang des Jahres 2009 nahtlos fortsetzt. Den letzten Handelstag im Main Standard verbringt Elma (+0,9), ab nächstem Jahr werden die Titel im Domestic Standard geführt.


Mit negativen Vorzeichen notieren noch Looser (-4,3%) und Orascom (-3,6%), während Belimo (+6,3%) und Swissmetal (+6,1%) zulegen. (awp/mc/ps/13)

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