CH-Verlauf: Verluste etwas ausgeweitet

Der Handel sei im Vorfeld des Zinsentscheids der US-Notenbank Fed von heute Abend von Zurückhaltung geprägt, heisst es. Marktteilnehmer rechnen überwiegend mit einer Nullrunde, sind aber gespannt auf den begleitenden Kommentar zur weiteren konjunkturellen Entwicklung.


Das Blue Chips Barometer SMI steht um 11.50 Uhr 35,78 Punkte bzw. 0,39% tiefer auf 9’112,52 Stellen, der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) fällt um 22,89 Punkte bzw. 0,32% auf 7’219,36 Zähler zurück.


Nur wenige Titel können sich dem allgemeinen Abwärtstrend entziehen. Allen voran rücken Nestlé um 1,3% auf 456,25 CHF vor und ’schenken‘ dem Gesamtmarkt damit fast 20 Punkte. Der Titel hat im bisherigen Verlauf mit 459 CHF ein neues Mehrjahreshoch erreicht. Fundamental gebe es nicht viel, aus technischer Sicht sehe die Aktie aber sicher gut aus, meinte ein Händler.


Schwächer als der Gesamtmarkt bewegen sich dagegen die grosskapitalisierten Bankentitel CS (-0,7% auf 87,65 CHF) und UBS (-0,8% auf 77,20 CHF) sowie Roche (-0,8% auf 233,20 CHF) und Novartis (-0,7% auf 71,70 CHF).


Adecco verlieren nach Zahlen des Konkurrenten Manpower 0,2% auf 79,20 CHF.


Schlusslicht sind Julius Bär mit einem Kursrückgang von 2,3% auf 148,00 CHF. Die Titel dürften von einer Rückstufung durch Dresdner Kleinwort Wasserstein auf ‚Reduce‘ belastet werden, sagte ein Händler. Deutlich schwächer notieren auch Synthes (-1,8% auf 155,30 CHF) und ABB (-1,6% auf 21,90 CHF).


Im breiten Markt werden Banque Cantonale du Jura (+7,2%) vom Jahresergebnis beflügelt, das allerdings bei einem dünnen Handelsvolumen. Ebenfalls deutlich im Plus stehen Santhera (+7,0%), die im Verlauf des Tages ihre Gewinne kontinuierlich ausgeweitet haben. Das Unternehmen wird den Antrag für die EU-Zulassung des Wirkstoffs Idebenone früher als geplant einreichen können.


Ascom gewinnen 1,7% auf 26,70 CHF. Die Bank Vontobel hat ihren Anteil auf 10,275% der Stimmen erhöht. Zudem hat Grossaktionär Ronny Pecik gefordert, auf eine Dividende zu verzichten. Hiestand (+0,7%) werden von den Umsatzzahlen kaum bewegt.


Basilea verlieren dagegen um 2,2%. Mit dem Ergebnis hat Basilea die Erwartungen der Analysten zwar übertroffen. Im Vordergrund stünden jedoch vielmehr Neuigkeiten zu den Produktekandidaten, hiess es. SEZ (-1,1%) können nicht von einem ’strategisch wichtigen‘ Auftrag aus Südkorea profitieren.


Gurit (Aktie: -0,9%) und Converium (Aktie: unverändert) haben Änderungen im Management bekannt gegeben, was aber keinen Einfluss auf die Aktien hat. (awp/mc/pg)

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