CH-Vorbörse: Deutlich schwächer erwartet – Adecco im Fokus

Für Unsicherheit sorgt weiterhin die Subprime-Krise in den USA. Solange nicht klar sei, welches Ausmasse die Krise annehme, sei nicht mit einer nachhaltigen Erholung an den Aktienmärkten zu rechnen, heisst es im Handel. Unternehmensnachrichten fielen derzeit kaum mehr ins Gewicht und die Anleger reagierten zunehmend nervöser.


Das Interesse gilt heute somit vor allem den von der Kreditkrise am stärksten betroffenen Finanzwerten. Zudem hat Adecco Halbjahreszahlen vorgelegt.


Der von Clariden Leu aus dem Telefonhandel berechnete PreSMI sinkt bis gegen 8.30 Uhr um 123,96 Punkte oder 1,41% auf 8`681,36 Zähler. Die Deutsche Bank sieht den SMI bei 8`685 Punkten.


Der Personaldienstleister Adecco hat mit seinem Halbjahresresultat vor allem auf Umsatzebene eher enttäuscht. Auf Gewinnstufe wurden die Ergebnisse von Sondereffekten beeinflusst. Die Aktie notiert vorbörslich 1,2% tiefer.

Die Aktien von Pharmaschwergewicht Novartis sinken um 1,3%. Die US-Gesundheitsbehörde FDA gewährt dem Bluthochdruck-Medikament Diovan zusätzliche sechs Monate Marketing-Exklusivität für die Anwendung bei Kindern. Die Genussscheine von Konkurrentin Roche sind mit minus 0,9% am geringsten von Abgaben betroffen.


Im Blick stehen am Berichtstag einmal mehr die Banken- und Finanzwerte, nachdem diese bereits am Vortag deutliche Verluste gezeigt haben. CS sinken vorbörslich um 2,2% ans Tabellenende, dicht gefolgt von UBS mit minus 1,9%. Julius Bär notieren mit minus 1,1% etwas weniger schwach, nachdem die UBS die Abdeckung für den Titel mit `Buy` und Preisziel 100 CHF aufgenommen hat. Die Versicherer im SMI geben zur Berichtszeit alle gut 1,3% her.


Für die am Vortag sehr schwachen Nobel Biocare (-1,3%) haben verschiedene Banken im Nachgang an die Halbjahreszahlen ihre Kursziele gesenkt, auch für Synthes (-1,3%) wurden bereits Kurszielreduktuionen vorgenommen.


Am breiten Markt haben zahlreiche Unternehmen – darunter Bauchemiker Sika, Raffineriebetreiber Petroplus, die Schindler-Tochter Also, sowie Komponentenhersteller Phoenix Mecano und Finanzdienstleister Valartis – Halbjahreszahlen veröffentlicht. (awp/mc/ab)

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