CH-Vorbörse: Erneut Kursgewinne zu erwarten

Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones stand am Morgen insgesamt um knapp ein halbes Prozent über dem Stand vom Europaschluss am Vortag.


Die Hoffnung auf eine anhaltende Versorgung der Märkte mit billigem Geld habe den US-Leitindex Dow Jones am Montag auf ein Jahreshoch getrieben, sagten Börsianer. Nach dem Ende des G20-Gipfels rechneten die Anleger nun auf kurze Sicht mit weiterhin niedrigen Zinsen und dies stütze die Notierungen.


Bis um 08.25 Uhr steigt der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI um 0,40% auf 6’410,56 Punkte.


Unter den SMI-Titeln gibt es kaum Abweichungen nach unten oder oben, alle Titel notieren im Bereich von +0,3 bis +0,5%. Im Fokus stehen dürften u.a. Julius Bär (+0,4%) nach Vorlage des Interim Management Statements, das gewisse Hinweise über die Entwicklung nach zehn Monaten gibt. Der Netto-Neugeldzufluss sei positiv geblieben, wozu alle Regionen beigetragen hätten, hiess es etwa., allerdings habe sich die Zuwachsrate seit Jahresmitte verlangsamt. Die gesamten Kundenvermögen stiegen um 22% auf 234 Mrd CHF. Analysten zufolge brachte der Zwischenbericht keine grösseren Überraschungen.


Ansonsten gibt es kaum kursbewegende News zu SMI-Firmen. Roche (+0,4%) etwa hat über eine positive Phase-II-Studie für den Schizophrenie-Produktkandidat RG1678 berichtet, und Lonza hat vermeldet, dass sie für GlaxoSmithKline und Genmab den Antikörper Arzerra herstelle.


Halbjahreszahlen liegen vom SLI-Titel Sonova vor. Damit gibt es nach der gestrigen Ankündigung der strategischen Übernahme von Advanced Bionics für rund 500 Mio CHF erneut News vom weltgrössten Hörgerätehersteller. Die Zahlen werden von Analysten auf allen Stufen als überzeugend beurteilt, zudem hat Sonova die Gesamjahresprognosen erhöht. Neu wird den Aktionären ein organisches Umsatzwachstum von 13% bis 15% bei einer EBITA-Marge von 27% bis 28% in Aussicht gestellt. Laut Händlern dürfte der Titel daher von Anschlusskäufen an die gestrigen Kursfortschritte (+3,1%) anknüpfen.


Im breiten Markt sind daneben u.a. noch Burckhardt Comp. und Huber+Suhner nach Geschäftszahlen zu beachten. (awp/mc/pg/09)

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