CH-Vorbörse: Leicht schwächere Eröffnung erwartet – ZFS überzeugt

Bewegung kommt einzig von Spezialsituationen. Als einziges SMI-Unternehmen hat ZFS heute vorbörslich die Neunmonatszahlen vorgelegt und mit dem Leistungsausweis die Erwartungen der Analysten übertroffen.


Der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI sinkt bis um 08.25 Uhr um 0,23% auf 8’631,04 Punkte.


ZFS hat angesichts der in der Vergleichsperiode des Vorjahres weitgehend fehlenden Grossschäden im Nichtlebengeschäft in diesem Segment im bisherigen Jahresverlauf eine überzeugende Leistung hingelegt. Im Lebenbereich hat sich das Wachstum von Quartal zu Quartal beschleunigt. Zudem hat sich der Versicherer mit dem bestehenden Optimierungsprogramm ‹The Zurich Way› bis 2010 noch ambitösere Ziele gesteckt. Die Anleger honorierten die Leistung und liessen die Kurse der Aktie um 1,6% steigen.


Defensivere Werte waren ebenfalls gefragt. So legten Holcim um 0,08% zu. Nestlé gaben lediglich um 0,09% nach.


Unter den Bankwerten hielten Julius Bär (-0,3%) und CS (-0,3%) vergleichsweise gut. UBS (-0,6%) litten hingegen unter anhaltenden Gerüchten, wonach angesichts eines ABS-CDO-Portfolios von 28 Mrd CHF weitere Abschreibungen in der Höhe von 7 bis 14 Mrd CHF erforderlich sein könnten, wie Citigroup vorrechnet.


Unter den Pharmavaloren konnten Novartis (-0,4%) nicht von den Ergebnissen aus einer erfolgreichen Phase-II-Studie zum vierfach Meningitis-Impfstoff Menveo profitieren.


Roche meldete die FDA-Zulassung von Mircera. Allerdings ist noch ein Patentstreit im Amgen hängig, bevor das Anämie-Medikament in den USA auf den Markt gebracht werden kann. In Europa hat die Markteinführung bereits begonnen. Der Genussschein notierte um 0,4% tiefer.


Ansonsten hielten sich die Kursveränderungen – in der Regel Abschläge – in engerem Rahmen. (awp/mc/gh)

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