CH-Vorbörse: Leichte Gewinnmitnahmen – Zahlen im Fokus

Grundsätzlich hätten jedoch die Entspannung an den Kreditmärkten und zuletzt besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA zu einer deutlichen Aufhellung der Investorenstimmung geführt.


Im Fokus stehen am Berichtstag die zahlreich publizierten Quartalsergebnisse von Schweizer Blue Chips. Diese dürften die Richtung für den weiteren Tagesverlauf vorgeben, insbesondere auch angesichts der Tatsache, dass wichtige Konjunkturdaten nicht auf der Agenda stehen.


Bis gegen 8.32 Uhr sinkt der im vorbörslichen Handel von Clariden Leu berechnete SMI 0,21% auf 7’641,93. Punkte. Die Deutsche Bank sieht den SMI ebenfalls bei 7’642 Punkten.


Mit deutlichen Abschlägen sehen sich bereits vorbörslich die Versicherer Swiss Re (-4,2%) und Swiss Life (-2,0%) konfrontiert.


Die Quartalszahlen von Swiss Re sind nach Einschätzung eines Händlers deutlich unter den Erwartungen ausgefallen. Schuld seien unerwartet hohe Abschreibungen im Subprime-Bereich. Immerhin habe der Rückversicherer am langfristigen Ziel einer Eigenkapitalrendite von 14% festgehalten. Im ersten Quartal lag diese jedoch nur bei 8,5%.


Auch Swiss Life hat die Erwartungen nicht erfüllt. Die Bruttoprämieneinnahmen seien mit 6,61 Mrd CHF rund 10% unter den Prognosen ausgefallen. Besonders in der Schweiz sind die Prämieneinnahmen deutlich zurück gekommen. Positiv sei auch hier, dass der Lebensversicherer an den Zielen festhalte.


Die UBS (kein vorbörslicher Kurs) hat mit unspektakulären Quartalszahlen aufgewartet, war doch das Ausmass des Verlustes bereits mehr oder weniger bekannt. Im Blickpunkt stehe jedoch ein von der Bank bestätigter Bericht der «Financial Times», wonach die UBS ein Subprime-Portfolio mit einem Abschlag von 25% auf den Nennwert für 15 Mrd USD an den US-Investor BlackRock verkauft hat. Dies sei ein weiterer Hinweis dafür, dass sich bei Subprime-Papieren eine Bodenbildung abzeichnet, sagten Marktteilnehmer.


Ebenfalls auf den Verkaufszetteln figurieren nach Quartalszahlen die Papiere des Zementkonzerns Holcim (-1,0%). Die Zahlen fielen uneinheitlich aus. Umsatz und Reingewinn übertrafen die Erwartungen – dies aufgrund positiver Sondereffekte.


Das Zeitarbeitsunternehmen Adecco (Aktie: +1,7%) hat im ersten Quartal die Schätzungen der Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Trotz Währungseinflüssen und einem schwierigen Umfeld sei es Adecco gegenüber dem Vorjahr gelungen, Wachstum zu erzielen.


Im SLI werden Geberit am Berichtstag mit einem Dividendenabgang von 5,20 CHF je Aktie gehandelt. (awp/mc/pg)

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