CH-Vorbörse: Schwächer erwartet – Anhaltende Rezessionsängste

Hinzu kommt der anhaltende Stellenabbau in der Finanzbranche, der sich am Vortag mit der Streichung von rund 50’000 Jobs bei der Citigroup akzentuiert hat.


Hierzulande stehen zunächst Bâloise im Fokus, nachdem der Versicherungskonzern über die Prämienentwicklung in den ersten neun Monaten informiert hat. Ferner werden die Detailhandelsumsätze für den Monat September publiziert. Impulse von Konjunkturseite könnten am Nachmittag zudem aus den USA von den Erzeugerpreisen Oktober und dem Stimmungsindex Bauunternehmen November kommen. Zudem erhoffen sich die Anleger Neues von einer Anhörung im US-Repräsentantenhaus. Dort informieren Fed-Chef Bernanke und Finanzminister Paulson über das weiteren Vorgehen beim Rettungspaket für den Finanzsektor.


Bis um 08.20 Uhr gibt der von Clariden Leu vorbörslich berechnete SMI um 35,55 Punkte oder 0,63% auf 5’610,88 Punkte nach.


Bâloise notieren nach dem Business Update unverändert. Einerseits konnte das Unternehmen weiter wachsen und sieht sich nach wie vor solide kapitalisiert, andererseits wagt das Management derzeit keinen Ausblick auf das Jahresergebnis. Die anderen Assekuranzen tendieren 0,5 bis 0,8% leichter.


Nestlé stehen mit 0,2% im Minus. Bei dem Nahrungsmittelhersteller kommt es zu einem gewichtigen Abgang im Management. Strategie- und Marketingchef Lars Olofsson verlässt das Unternehmen und wird neuer CEO des französischen Detailhandelskonzerns Carrefour.


UBS (+0,4%) zeigen sich nach dem gestern markierten Allzeittief (13,51 CHF Intraday) leicht erholt und stehen als einziger Wert im Plus. CS und Julius Bär verlieren dagegen je 0,5%.


Zahlreiche weitere Valoren geben zwischen 0,5 und 0,6% ab, darunter ABB, Adecco, Nobel Biocare, Novartis, Richemont, Swatch und Synthes.


Roche (-1,2%) erleiden deutlichere Einbussen. Die US-Tochter Genentech hat über einen zweiten Todesfall in Zusammenhang mit der Einnahme des Medikaments Raptiva informiert. Nun sollen gemeinsam mit der US-Gesundheitsbehörde FDA weitere Schritte evaluiert werden.


Im breiten Markt haben unter anderem die Industriekonzerne StarragHeckert und Carlo Gavazzi Zahlen vorgelegt. (awp/mc/pg/09)

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