CH-Vorbörse: Schwächer erwartet – Bankensektor im Blick

Am Freitagmorgen steht der Future auf den US-Leitindex 210 Punkte unter seinem Niveau zum europäischen Schlussstand.


Für eine Reduzierung der Abgaben könnte allenfalls die Erholung an den asiatischen Börsen sorgen, meinten Händler. Angesichts der Tatsache, dass der Markt stark überverkauft ist, sei eine technische Gegenbewegung überfällig.


Bis um 08.20 Uhr steigt der von Clariden Leu vorbörslich berechnete SMI um 10,96 Punkte oder 0,21% auf 5’317,06 Punkte.


Deutlich unter Druck stehen vorbörslich erneut die Bankenwerte. UBS verlieren 3,5% und CS 3,6%; Julius Bär notieren unverändert. Nach Einschätzungen aus dem Handel könnte am Berichtstag eine mögliche Zerschlagung der Citigroup für etwas Erholung im Bankensektor sorgen. Das Citigroup-Management erwägt gemäss einem Bericht des Wall Street Journal einen Teil- bzw. Komplettverkauf des angeschlagenen Finanzinstituts. Dass jetzt offenbar die Dinge in Bewegung geraten, sei ein positives Zeichen, so Händler.


Unter den Assekuranzen verlieren Baloise 1,9%, Swiss Life notieren kaum verändert bei +0,1%. Swiss Life hat den Kauf von 24,32% der Beteiligung am Finanzdienstleister MLP abgeschlossen. ZFS (+1,1%) und Swiss Re (+1,6%) gehen noch stärker im Plus um. ZFS hat die restlichen 34% an Zurich Retail Insurance in Russland zu einem Kaufpreis von 205 Mio USD übernommen und ist nun vollständig im Besitz des russischen Versicherers.


Roche notieren – wie Novartis – unverändert. Roche hat positive Resultate bei einer Phase-III-Studie mit Mabthera (Rituximab) bei chronischer lymphozytischer Leukämie (CLL) erzielt.


Am breiten Markt dürften heute Basilea interessieren. Das biopharmazeutische Unternehmen hat vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) – dem wissenschaftlichen Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA – eine positive Beurteilung für Zevtera (Ceftobiprol Medocaril) zur Behandlung schwerer Infektionen der Haut und der Weichgewebe erhalten.


Weniger Glück hatten Arpida. Der beratende Ausschuss der US-Gesundheitsbehörde FDA hat am Vorabend die Ablehnung des Zulassungantrags für das Medikament Iclaprim zur Behandlung schwerwiegender Infektionen der Haut und des Hautgewebes empfohlen. Der Entscheid fiel mit 17 zu 2 Stimmen deutlich aus. Die Titel schlossen gestern etwas höher, nachdem sie in den letzten zwei Tagen massiv an Wert verloren. (awp/mc/gh/13)

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