Ciba mit Verlust – Restrukturierung belastet das Ergebnis

Nach Restrukturierung und Sonderbelastungen summierte sich ein Verlust von 256 Mio CHF, gegenüber einem Überschuss von 306 Mio CHF im Vorjahr. Der Nettoumsatz nahm in der Berichtsperiode um 6% (+4% in LW) auf 7’419 (7’027) Mio CHF zu. Den EBITDA gibt Ciba am Dienstag in einer Medienmitteilung mit 1’000 (1’006) Mio CHF an, entsprechend einer auf 13,5 (14,3)% gesunkenen EBITDA-Marge. Der Free Cash Flow belief sich auf 250 (401) Mio CHF.


Sonderkosten von 703 Mio CHF
Ciba verbuchte 2005 Sonderkosten vor Steuern von 703 (91) Mio CHF. 120 Mio CHF davon entfielen auf die Restrukturierungskosten für das Projekt Shape. 583 Mio CHF wurden ohne Cashabfluss als Wertminderung der Sachanlagen und immateriellen Werte des Textile-Effects-Geschäfts verbucht. Eine Entscheidung über die Zukunft des Geschäfts wird in den nächsten Monaten erwartet.


Markterwartungen leicht übertroffen
Mit diesen Zahlen hat der Chemiekonzern die durchschnittlichen Markterwartungen (AWP-Konsens) leicht übertroffen. Von AWP befragte Analysten haben in Durchschnitt einen Umsatz von 7’406 Mio CHF, einen EBITDA von 990 Mio CHF sowie einen Reingewinn von 282 Mio CHF geschätzt (Details vgl. Tabelle). Ciba hatte sich zudem selbst für 2005 einen Free Cash Flow von 380 bis 480 Mio CHF zum Ziel gesetzt.


Dividende von 3 CHF pro Aktie
Im vierten Quartal 2005 hat Ciba einen Nettoumsatz von 1’887 (+7% in CHF, +1% in LW) erzielt. Der EBITDA wird mit 246 (208) Mio CHF ausgewiesen, der Konzerngewinn vor Sonderkosten mit 90 (44) Mio CHF. Nach Sonderkosten stellte sich ein Verlust von 476 Mio CHF ein. Die Aktionäre des Chemiekonzerns sollen in den Genuss einer unveränderten Dividende von 3 CHF pro Aktie kommen. Im Vorjahr hatte Ciba ebenfalls 3 CHF ausgeschüttet, in Form einer Dividende von 1 CHF und einer Nennwertrückzahlung von 2 CHF.


Anspruchsvollstes Jahr seit Gründung
„2005 war das anspruchsvollste Jahr für das Unternehmen seit seiner Gründung. Höhere Rohstoff-, Energie- und Pensionskosten summierten sich auf gegen 400 Mio CHF“, lässt sich CEO und VR-Präsident Armin Meyer in der Mitteilung zitieren.


Höhere Umsätze und „ähnliche“ Geschäftsbedingungen wie 2005 erwartet
Im laufenden Geschäftsjahr 2006 peilt das Unternehmen höhere Umsätze in lokalen Währungen als im Vorjahr an. Da die Entscheidungen zur Repositionierung des Textile-Effects-Geschäfts noch nicht getroffen seien, sei zum jetzigen Zeitpunkt keine konkrete Aussage zur Profitabilität oder zum Cash Flow möglich, teilt Ciba SC am Dienstag weiter mit. Der Entscheid sei in den kommenden Monaten zu erwarten. Ciba erwartet zudem für 2006 „ähnliche“ Geschäftsbedingungen wie für 2005. Eine exakte Voraussage der Rohstoffkosten sei aufgrund der weiterhin stark schwankenden Ölpreise „schwierig“, die Auswirkungen dieser Kosten dürften aber „weitgehend unverändert hoch“ bleiben. Es werde deshalb wichtig sein, dem auch in Zukunft mit weiteren Preiserhöhungen entgegenzuwirken. (awp/mc/gh)

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