COS: Positives Ergebnis nach Konzernumbau – Sonderfaktoren begünstigen

Operativ lag die Gruppe auf Stufe EBIT im Minus. Weiter offen bleibt die künftige strategische Ausrichtung der Gruppe, darüber soll gegen Ende des Jahres informiert werden, schreibt Cos in der Medienmitteilung zum Halbjahresabschluss.


Umsatz gesteigert
Cos weist für das erste Semester 2007 einen Umsatz von 63,4 Mio CHF aus. Auf vergleichbarer Basis wurden in der Vorjahresperiode 62,0 Mio CHF erwirtschaftet. Der EBIT des weitergeführten Geschäftes rutschte auf -0,7 (VJ 1,6) Mio CHF ab. Schuld daran seien zur Hauptsache die auf 1,5 (0,3) Mio CHF gestiegenen Rechts- und Beratungskosten. Insbesondere dank dem auf 1,5 Mio CHF verdoppelten Finanzergebnis sowie einem positiv ausgefallenen Steuerverfahren resultierte im fortgeführten Geschäft ein positives Ergebnis von 1,5 Mio CHF nach 2,2 Mio CHF im Vorjahr.


Gewinn aus nicht fortgeführter Tätigkeit
Aus nicht fortgeführter Tätigkeit erzielte Cos im abgeschlossenen Semester einen Gewinn von 5,6 Mio CHF. In der Vorjahresperiode wurde hier noch ein Verlust von 4,0 Mio CHF ausgewiesen. Unter Einschluss des nicht fortgeführten Geschäft verbesserte sich das Konzernergebnis von Cos auf 7,1 (-1,8) Mio CHF, teilte die im Informatiksektor tätige Beteiligungsholding am Freitag mit.

Beiträge im nicht fortgeführten Geschäft
Im nicht fortgeführten Geschäft trug die überraschend positive Kursentwicklung der Beteiligung an der tiscon AG 2,4 Mio CHF zum Ergebnis bei. Die Veräusserung des Logistik- und Verwaltungsgebäudes in Linden hatte einen Gewinneffekt von 2,3 Mio CHF.


Umsatz klar hinter den Erwartungen
Der Umsatz habe im ersten Semester währungsbereinigt leicht zugenommen, sei aber klar hinter den Erwartungen geblieben, schreibt das Unternehmen weiter. Trotz Steigerung der Stückzahlen habe ein anhaltend starker Preisverfall im Speichergeschäft die Erhöhung des Umsatzes erschwert.


Bruttomarge reduziert
Die Bruttomarge im hauptsächlichen operative Tätigkeitsfeld Memory reduzierte sich auf 8,8% nach 9,8% im Vorjahr. Dies erkläre sich neben einem ausserordentlich starken zweiten Quartal 2006 durch die fordernden Verhältnisse bezüglich Nachfrage und Preisen im Speichermarkt in den ersten Monaten 2007.


Ausblick aufs Gesamtjahr 2007
Zum jetzigen Zeitpunkt geht Cos davon aus, dass das Ergebnis des fortgeführten Geschäftes im Gesamtjahr 2007, losgelöst von weiteren Sondereffekten, etwas unter jenem des Vorjahres ausfallen wird. Schwierig abzuschätzen sei dagegen das Ergebnis des nicht fortgeführten Geschäftes. Zum einen sei die Entwicklung des aktuell deutlich tieferen Aktienkurses der tiscon AG mit Unsicherheit behaftet. Zum andern hängen die vorhandenen Wertberichtigungen und Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des deutschen Distributionsgeschäfts weiterhin von der Zukunft dieser Gesellschaften ab.


Strategische Ausrichtung noch nicht abgeschlossen
Die Gruppe arbeitet zudem weiter an der zukünftigen strategischen Ausrichtung. Nachdem der Verzicht des Zusammengehens mit der Swissbit Gruppe die Prüfung der verschiedenen Szenarien verzögerte, soll nun gegen Ende des Jahres konkreter über die Entwicklung der COS Gruppe informiert werden. (awp/mc/ab)

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