CPH/2008: EBIT sinkt auf 32,2 Mio. Franken – Prognosen schwierig

Vor dem Hintergrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten seien Prognosen für die unmittelbare Zukunft schwierig.


EBIT um über einen Drittel eingebrochen
CPH erzielte 2008 im Vergleich mit dem Vorjahr einen um 36,3% tieferen EBIT von 32,2 Mio CHF. Die entsprechende Marge reduzierte sich auf 5,6% von 8,5%. Der Reingewinn verminderte sich um 29,5% auf 30,6 Mio CHF. Der definitive Umsatz wird mit 570,4 (593,5) Mio CHF angegeben, wobei der Umsatzrückgang im Wesentlichen auf den Verkauf des Düngergeschäftes zurückzuführen sei. Auf Basis der weitergeführten Geschäfte resultierte ein Umsatzplus von 1,5%.


Dividende von 35,00 Franken pro Aktie vorgeschlagen
Der VR schlägt der Generalversammlung eine auf 35,00 (45,00) CHF reduzierte Dividende vor. Er bleibt damit aber über den Ende Januar provisorisch angekündigten 30,00 CHF, wie einer Mitteilung von CPH vom Dienstag zu entnehmen ist.


Geschäftsbereiche unterschiedlich betroffen
Die CPH habe sich 2008 den Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise nicht entziehen können, wobei die Geschäftsbereiche in unterschiedlichem Ausmass betroffen gewesen seien. Belastend auf das Ergebnis wirkten den Angaben zufolge die massiv gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten, die aufgrund der schwachen Märkte nicht an die Kunden weitergegeben werden konnten sowie die ungünstige Währungsentwicklung. Allein die Höherbewertung des Frankens gegenüber Euro und US-Dollar habe den EBIT mit rund 5,5 Mio CHF belastet.


20,8 Mio. Franken nicht betriebliche Erträge
Als Folge von Buchverlusten auf dem Finanzvermögen aufgrund der schwachen Börsen und von Bewertungskorrekturen auf Bilanzpositionen in Fremdwährungen reduzierte sich das Finanzergebnis auf -12,6 Mio CHF nach -2,4 Mio im Vorjahr. Dem standen nicht betriebliche Erträge in Höhe von 20,8 Mio CHF aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Immobilien in Perlen und Uetikon und der Beteiligung an der Agroline gegenüber.


Chemie mit deutlich tieferem Umsatz
Der Geschäftsbereich Chemie erwirtschaftete 2008 einen um 14,5% tieferen Umsatz von 173,3 Mio CHF. Bereinigt um das verkaufte Düngergeschäft resultierte ein Plus von 1,8%. Schwache Nachfrage und steigende Kosten drückten auf die Margen, so dass sich das Betriebsergebnis um 35,4% auf 12,8 Mio CHF verringerte. Im Bereich Papier erhöhte sich der Umsatz um 2,3% auf 284,5 Mio CHF. Höhere Rohstoffpreise sowie der schwache Euro führten zu einer Abnahme des Betriebsergebnisses um 40,6% auf 14,2 Mio CHF. Das Geschäftsfeld Verpackung schliesslich erzielte aus einem um 0,4% tieferen Umsatz von 112,6 Mio CHF und einen EBIT von 4,1 Mio CHF (-29,5%).


Eigenkapitalquote von 78 Prozent
Die CPH Gruppe bleibt mit einer Eigenkapitalquote von 78% solide finanziert.


Auftragsbestand gegenüber Vorjahr auf deutlich tieferem Niveau
Im gegenwärtigen Zeitpunkt erachtet es CPH als ausserordentlich schwierig, eine Prognose für die unmittelbare Zukunft abzugeben, heisst es. Eine verlässliche Aussage zum Nettoergebnis sei aufgrund der unsicheren Lage an den Finanzmärkten und deren Auswirkungen auf den Finanzertrag der Gruppe nicht möglich, ist im Geschäftsbericht weiter zu lesen. Die herausfordernden Marktbedingungen und der Druck auf die Verkaufspreise in allen Geschäftsbereichen dürften nach Ansicht des Managements weiter anhalten. Im Vergleich zum Vorjahr liege der Auftragsbestand in allen Bereichen auf einem markant tieferen Niveau. Die Auslastung der Anlagen sei deshalb wesentlich kurzfristiger sichergestellt und in Abhängigkeit der weiteren Marktentwicklung müssten Massnahmen zur Kapazitätsreduktion eingeleitet werden.


Kurzarbeit in den Bereichen Feinchemie und Verpackung geplant
Nach heutiger Beurteilung plant CPH die Einführung von Kurzarbeit in den Bereichen Feinchemie (ab April) und Verpackung (ab Juni). Zu früherem Zeitpunkt wurde bereits kommuniziert, dass innerhalb der Zeochem AG in Uetikon seit 1. März 2009 Kurzarbeit gilt. Für den Fall, dass sich in den kommenden Monaten keine Entspannung in den Märkten abzeichnen sollte, seien weitere Massnahmen zur Kostenreduktion nicht auszuschliessen, so die Mitteilung weiter. (awp/mc/pg/10)

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