CS: Ermittlungen gegen vier Mitarbeiter in Düsseldorf

In diesem Zusammenhang stünden auch Durchsuchungen, die in der vergangenen Woche am Bodensee stattgefunden hätten. Die Bank- Mitarbeiter sind verdächtig, Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben. Um dem nachzugehen, hatten die Ermittler im Sommer 1’500 Kunden der Bank befragt. Auslöser der Ermittlungen sind die illegal beschafften Daten über Steuersünder auf einer CD, die das Land Nordrhein-Westfalen vor Monaten gekauft hatte.


Lebensversicherungen als Mäntel genutzt
Den Ermittlern wurden im Juli auch vertrauliche Unterlagen zugespielt worden. «Die wurden uns anonym zugeschickt, es hat niemand Geld dafür verlangt», sagte Möllmann. Unter den Unterlagen sei auch eine Kundenliste einer Tochterfirma der Credit Suisse gewesen, einer Life Limited. Die Unterlagen legten den Verdacht nahe, dass Lebensversicherungen als Mäntel genutzt worden seien, um darin unversteuertes Geld zu verstecken und einen ordnungsgemässen Anschein zu erwecken.


Alle deutschen Credit-Suisse-Filialen durchsucht
Anfang Juli hatten 150 Ermittler sämtliche deutschen Credit-Suisse-Filialen durchsucht. Die deutschen Staatsanwaltschaften ermitteln gegen mehr als 1’000 mutmassliche Steuersünder, die ihr Geld in die Schweiz geschafft und die Erträge nicht versteuert haben sollen. Credit-Suisse-Mitarbeiter sollen ihnen dabei geholfen haben. Die CD enthält Angaben über Deutsche, die ihr Vermögen in der Schweiz vor den heimischen Finanzämtern verborgen haben. Offiziell nicht bestätigt wurden Berichte, dass dafür 2,5 Mio EUR an den Anbieter geflossen seien. Tausende Steuerpflichtige hatten sich nach Bekanntwerden der CD selbst angezeigt, um einer Strafe zu entgehen. (awp/mc/ss/25)

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