Das Büro der Zukunft ist ein einziger Bildschirm

«Wir wollen Visionen zu gruppenbezogenem Arbeiten und modernen Präsentationstechniken durch Vernetzung von verschiedenen Hardwarekomponenten umsetzen», erklärte Projektleiter Michael Haller im Gespräch mit pressetext.


Zentrales digitales Kommunikationselement
Der Tisch als Arbeitsfläche soll zum zentralen digitalen Kommunikationselement werden. «Wir integrieren Sensoren in die Möbelstücke. Ein Projektor wirft Daten wie Bilder, Dokumente und Folien auf die Tischfläche. Per Sprachbefehl können Aktionen ausgeführt werden. Mit Videotracking werden Handbewegungen erkannt und Dokumente können auf der Arbeitsfläche bewegt werden», erklärt Haller. Eingabegeräte wie eine Tastatur werden ebenfalls auf den Tisch projiziert.


Nachträgliche Digitalisierung der Arbeitsergebnisse vorwegnehmen
Als Herausforderung sehen die Entwickler die Integration von mobilen Endgeräten wie Laptop, PDAs oder Handy. Drahtlos sollen diese Geräte mit dem Arbeitstisch kommunizieren und Dokumente verschoben werden können. Mit einem speziellen Eingabestift können Fotos oder Pläne direkt auf dem Tisch bearbeitet werden. «Gerade im Design- oder Planungsbereich ist der Tisch noch die bevorzugte Arbeitsfläche, auf dem mit Stift und Papier gezeichnet wird. Wir wollen das Papier durch die Elektronik ersetzen und somit die nachträgliche Digitalisierung der Arbeitsergebnisse vorwegnehmen», so Haller.


Windows Vista im Tisch
Von der technischen Seite her sind neue Schnittstellen für die Kommunikation der Infrastruktur notwendig. Ebenso muss die Software diese Anwendungen unterstützen. «Dabei müssen wir uns auf die Ebene des Betriebssystems bewegen. So muss es unter anderem möglich sein, ein Fenster nicht nur zu verschieben, sondern auch zu drehen, um es von jedem Platz des Tisches aus im richtigen Winkel betrachten zu können», sagte Haller. Die Entwickler setzen hierbei auf das neue Microsoft-Betriebssystem Windows Vista, das diese Funktionen unterstützen soll.


Test durch Voestalpine
Gestestet wird das moderne Büro von Mitarbeitern der Voestalpine. «Diese stehen uns nicht nur als Entwickler zur Verfügung, sondern testen die Technik gleich in der Praxis und eruieren, ob die Anwendungen von den Mitarbeitern angenommen werden», meinte Haller abschließend gegenüber pressetext. (pte/mc/gh)

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