D&B: 2007 bezüglich Firmengründungen ein Rekordjahr – Konkurse rückläufig

Dies schreibt die Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet (D&B) am Donnerstag in der aktuellen Neugründungs- und Konkursstatistik. Die Zahl der Neugründungen stieg im 2007 mit einem Plus von 6,3% zum dritten Mal in Folge kräftig an. Überdurchschnittlich stark konnte das Tessin (+18,3%) und die Zentralschweiz (+8%) zulegen. Die Kantone rund um den Genfersee lagen gemäss Studie ebenfalls über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.


Personalvermittler sowie Unternehmens- und Steuerberater sind die Gewinner
Zu den Gewinnern zählten die Personalvermittler sowie die Unternehmens- und Steuerberater. In den beiden Branchen stieg die Zahl der Neugründungen um 30,3% bzw. 15,8% überdurchschnittlich an. Die zunehmende Vergesetzlichung sämtlicher Lebenslagen, das neue Revisionsgesetz sowie der Trend hin zur Temporärarbeit seien wichtige Gründe, welche auch in Zukunft die Nachfrage nach Juristen, Steuerberater und Personalvermittlern ankurbeln würden, so die Studie.


Konkurse unterschritten Marke von 4’000
Bei den Konkursen konnte die Marke von 4’000 wieder unterschritten werden. Entgegen dem allgemeinen Trend hätten die Konkurse in Kleinunternehmen mit 10 bis 49 Mitarbeiter zugenommen. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der insolventen Kleinunternehmen um 33,4%. Besonders betroffen seien KMUs in den Branchen Baugewerbe, Handwerk, Logistik sowie dem Gastgewerbe.


Nachzüglereffekt
Die Firmenkonkurse hätten als Nachzüglereffekt bereits im Oktober 2007 die Überschreitung des konjunkturellen Höhepunkts angedeutet. Im Vergleich zum ersten Halbjahr, wo die Konkurse gegenüber dem Vorjahr noch um 4,8% zurückgingen, fiel der Rückgang in der zweiten Jahreshälfte 2007 mit 1,7% geringer aus. In einer gemeinsamen Studie von D&B und der Konjunkturforschungsstelle KOF ETH Zürich aus dem Sommer 2007 wurde die Korrelation zwischen den Neugründungen, den Firmenkonkursen und dem Konjunkturverlauf festgestellt. (awp/mc/gh)

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