Deutsche Börse zieht Gebot für Euronext zurück

Alle Vorbereitungen inklusive des regulatorischen Prozesses und der Fusionskontrolle werden den Angaben zufolge gestoppt. «Die Entscheidung beruht auf der Einschätzung, dass eine von beiden Seiten erwünschte Transaktion nicht erreichbar ist und diese angesichts der aktuellen Entwicklung der Aktienkurse keinen zusätzlichen Wert für die Aktionäre der Deutsche Börse AG schaffen würde.»


Präferenz für eine europäische Lösung
«Politiker, Stakeholder und Aufsichtsbehörden in Europa haben ihre Präferenz für eine europäische Lösung bekräftigt. Trotz dieser breiten Unterstützung hat das Management von Euronext die Gespräche mit der Deutschen Börse nicht wieder aufgenommen», hiess es. Die Deutsche Börse vertritt jedoch nach wie vor die Meinung, dass ein Zusammenschluss von Börsen nur dann erfolgreich sein kann, wenn beide Seiten tatsächlich zusammenarbeiten wollen.  Darüber hinaus würde die jüngste Kursentwicklung der Euronext-Aktie die Anteilseigner der Deutschen Börse in geringerem Umfang an dem gemeinsamen Unternehmen beteiligen, als es dem Ergebnisbeitrag der beiden Unternehmen entspricht. Neben der Deutschen Börse ist der amerikanische Börsenbetreiber NYSE


Weiter für alle Arten von Kooperation offen
Die Deutsche Börse bleibt trotz ihres Abbruchs der Fusionspläne mit der Fünf-Länder-Börse Euronext offen für weitere Kooperationen. «Die Deutsche Börse bleibt für alle Formen der Zusammenarbeit offen, die für Aktionäre und Kunden Wert schaffen», sagte Vorstandschef Reto Francioni am Mittwoch in Frankfurt.  «Externes Wachstum ist eine Option, aber keine Notwendigkeit für die Deutsche Börse», sagte Francioni weiter. Die Frankfurter Börse sei in einer hervorragenden Position und wolle in allen Geschäftsbereichen weiter organisch wachsen. (awp/mc/gh)

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