Deutschland: Baubewilligungen auf niedrigstem Stand seit 1991

Dies teilte die Behörde am Mittwoch in Wiesbaden mit. Nach 406.000 Baugenehmigungen im Jahr 1991 war der Höchststand mit knapp 713.000 Wohnungen im Jahr 1994 erreicht worden.


Erzeugerpreise sinken stärker als erwartet
In Deutschland sind die Erzeugerpreise im Januar deutlich stärker als erwartet gesunken. Auf Monatssicht seien die Preise auf Produzentenebene um 1,2 Prozent zurückgegangen, teilte das Statistische Bundesamt weiter mit. Volkswirte hatten mit einem nur leichten Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren die Preise um 0,8 Prozent gesunken. Auf Jahressicht stiegen die Erzeugerpreise um 2,0 Prozent. Volkswirte hatten ein stärkeres Plus von 3,4 Prozent erwartet.


Preisindex umgestellt
Mit den Zahlen für Januar stellt das Statistische Bundesamt den Erzeugerpreisindex auf das Basisjahr 2005 um. Dies hat eine Neuberechnung der Werte von Januar 2005 bis Dezember 2008 zur Folge. Neu in die Berechnung aufgenommen wurde die Preisentwicklung der Netznutzungsentgelte für Strom. Die Erzeugerpreise beeinflussen die allgemeine Teuerung zwar nicht direkt, schlagen aber erfahrungsgemäss mit einiger Verzögerung teilweise auf die Verbraucherpreise durch.


Einbruch bei Industrieaufträgen verstärkt sich im Januar
Die globale Wirtschaftskrise hat den Einbruch bei den Aufträgen der deutschen Industrie im Januar verstärkt. Preis- und saisonbereinigt sei der Auftragseingang um 8,0 Prozent zum Vormonat zurückgegangen, teilte das Wirtschaftsministerium in Berlin mit. Volkswirte hatten indes mit einem wesentlich moderateren Minus von 1,0 Prozent gerechnet. Darüber hinaus wurde der Rückgang im Vormonat von 6,9 Prozent auf 7,6 Prozent revidiert. Auf Jahressicht brachen die Aufträge um 37,9 Prozent ein, nach einem Minus von 28,2 Prozent im Vormonat.


Abwärtstendenz setzt sich fort
«Die kräftige Abwärtsentwicklung der Bestelltätigkeit setzt sich fort», kommentierte das Ministerium die Zahlen. Angesichts des sich weiter eintrübenden weltwirtschaftlichen Umfeldes bremse vor allem der Rückgang der Auslandsbestellungen. Die Bestelltätigkeit im Inland habe jedoch ebenfalls deutlich abgenommen. Die Aussichten für die Industrieproduktion blieben damit «ausgesprochen gedrückt».


Auslandsaufträge brechen weg
Ausschlaggebend für den Auftragseinbruch sind den Zahlen zufolge vor allem die Bestellungen aus dem Ausland, speziell ausserhalb des Euroraums. Die gesamten Auslandsbestellungen gingen um 11,4 Prozent zurück, die Orders ausserhalb des Euroraums um 18,2 Prozent. Die Nachfrage aus dem Euroraum verringerte sich indes um lediglich 1,2 Prozent. Die Inlandsbestellungen verzeichneten einen Rückgang um 4,3 Prozent. Die Auftragseingänge schwächten sich in allen Sektoren deutlich ab, am stärksten jedoch bei Investitionsgütern. Dort lag das Minus bei 9,1 Prozent. Bei den Vorleistungsgütern ging das Ordervolumen um 6,8 Prozent zurück, bei den Konsumgüterproduzenten sank es um 6,7 Prozent.


Zweimonatsvergleich
Im Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) ging der Auftragseingang preis- und saisonbereinigt um 14,4 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahr brachen die Auftragseingänge im Zweimonatsvergleich um 33,2 Prozent ein. Die Auslandsorders lagen um 37,1 Prozent und die Inlandsaufträge um 28,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. (awp/mc/ps/11)

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