Devisen: Dollar bleibt schwach
Zürich – Am Devisenmarkt bleibt die jüngste Schwäche des US-Dollar auch am Mittwoch bestehen. Die Diskussionen rund um Grönland schwächen den Greenback, Anleger ziehen sich zurück.
«Wir erinnern uns – vor einem Jahr zog eine neue Führung ins Weisse Haus und mit der neuen Politik begann schon einmal ein Ausverkauf des Dollar in selten gesehener Stärke und Geschwindigkeit», sagte ein Händler. Und auch am heutigen Tag dürfte Trump in Davos das «weltpolitische Tohuwabohu» befeuern.
Zudem gab es eine brisante Entscheidung eines dänischen Pensionsfonds, sich bis Ende des Monats von seinen Beständen an US-Staatsanleihen zu trennen. Die ausgesprochen nervöse Marktreaktion auf derartige Ankündigungen könnte laut Commerzbank den USA die hohen Kosten für eine Grönland-Übernahme deutlich machen. Hinzu kommen laut Helaba die schwelenden Sorgen um die Unabhängigkeit des Fed. Die Experten stellen die Frage, ob man sich im Weissen Haus nicht des erheblichen Schadens bewusst sei, wenn der US-Dollar seine Rolle als Weltleitwährung einbüssen würde.
In der Nacht bewegten sich die Kurse nur noch wenig. So lag das Dollar/Franken-Paar weiter knapp über der Schwelle von 0,79 mit Kursen von zuletzt 0,7908. Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich gegenüber dem US-Dollar in dieser Zeit ebenfalls kaum bewegt, und verteidigt mit einem Kursniveau von 1,1720 die Marke von 1,17.
Der Euro hat in der Nacht zum Franken etwas zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostet am frühen Morgen 0,9268 Franken. Am Vorabend wurde der Euro noch zu 0,9257 Franken gehandelt. (awp/mc/pg)