Die räumliche Welt des André Thomkins im Kunstmuseum Liechtenstein


Das Kunstmuseum Liechtenstein konnte den Nachlass von André Thomkins als Depositum übernehmen. Die Ausstellung zeigt das Schaffen des polivalenten Künstlers, der sich wenig in die gängigen Kunstrichtungen einteilen lässt.

Von Tanja Hess

Thomkins, der Schweizer mit internationaler BedeutungKnopfei, 1973. Ei mit aufgenähtem Knopf und Fadenspule.(www.kunstmuseum.li)

Thomkins lässt sich nicht einfach einordnen. Müsste eine Gattungsbezeichnung für seine Arbeit gefunden werden, dann käme „ständiger Tüftler“ wohl am ehesten in Frage. Sein Schaffen, welches vor allem in den Sechziger- und Siebzigerjahren oft wegweisend war, lässt sich keinen Kategorien zuschreiben.
Seine Ideenvielfalt, seine Bildfindungen und Anlehnungen an die Kunstgeschichte im weiten Sinn ergeben ein komplexes Werk.
Oftmals ist dieses Werk mit der Lupe besser zu betrachten als mit blossem Auge. Es könnte auch sein, dass ein Buch über Rezeption die Objekte erst richtig deuten könnte.
Obwohl André Thomkins (1930 – 1985) seinen Platz hat in der Kunstgeschichte, er gilt immer noch als „artist’s artist“. Von den Künstlerkollegen wird er geschätzt wegen seiner Ideenvielfalt und dem Hang, der Phantasie einen spielerischen lauf zu lassen. Bewundert werden bei ihm seine virtuose Fertigkeiten in den künstlerischen Techniken.

Kleinplastiken und ihre WeltOhne Titel, 1969. Ton. (www.kunstmuseum.li)
Die künstlerische Bedeutung Thomkins gründet auf derWandlungskraft, welche sich immer wieder aufs Neue beweisst durch das ganze Werk.
So sind auch die zahlreichen Kleinplastiken, um nicht zu sagen Kleinstplastiken eine poetische Ergänzung des malerischen und zeichnerischen Werks.


André Thomkins und die Palindrome
Durch die Anagramme und die Palindrome kennt man Thomkins.
Wahrend Anagramme Wörter sind, welche aus den selben Buchstaben gebaut sind, so ist ein Palindrom eine
Wort(folge) oder ein Satz, was vorwärts wie rückwärts gelesen (den gleichen) Sinn ergibt. So sind „Reittier“, „Leben – Nebel“, „Rentner“ und „Reliefpfeiler“ alles Palindrome.

Der Anagrammgenerator
Die Site www.thomkins.com bietet einen Anagrammgenerator an. Das ist ein sehr schönes Spielzeug. Wir haben diesen für Sie oben eingebunden. Viel Spass!


Kunstmuseum Liechtenstein 
Architektur
 Monolithischer Bau des Kunstmuseums in Vaduz von Morger, Degelo & Kerez.

Seit gut zwei Jahren ist der Neubau der Architekten Morger, Degelo & Kerez (Basel/Zürich) eine überzeugende Museumsarchitektur. Der monolithische Block imponiert durch seine äusserliche Schlichtheit und Grösse. Der Bau gibt der Stadt Vaduz ein prägendes Gesicht. Besonders schön ist die dunkle und geschliffene Fassade, welche das Licht des weiten Rheintales schon fast impressionistisch spiegelt. Die sehr zurückhaltend gestalteten Räume bieten optimale Ausstellungs-bedingungen. Die unterschiedlichen Lichtsituation mit ganzen verglasten Aussenwänden, die dem Passanten einerseits einen Blick ins Museum gewähren und andererseits dem Ausstellungsbesucher den Bezug zur Umgebung und ein immenses Tageslicht bieten, werden von geschlossenen Räumen mit wenig oder keinem Tageslicht kontrastiert. 
Öffnungszeiten Museum
 
28. November 2003 bis 29. Februar 2004

Dienstag bis Sonntag:
10:00 – 17:00 Uhr
Donnerstag:
10:00 – 20:00 Uhr

(Montag geschlossen)
Das Museum bleibt jeweils am 24.12., 25.12., 31.12. und 1.1. geschlossen.

Eintrittspreise

Erwachsene CHF 8.-
Senioren, Studenten, Lehrlinge, Ö1- Club CHF 5.-
Kinder von 6 bis 16 Jahren CHF 5.-
Gruppen ab 10 Personen pro Person CHF 5.-

Jahreskarte CHF 50.-
Jahreskarte ermässigt CHF 30.-

Preise für Führungen

Die Preise für Führungen staffeln sich nach zeitlichem Umfang von CHF 150.- bis CHF 300.-. 
Lackskin 1965 (khv).

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