Die Swissair und die Terror-Folgen: Hilft jetzt vielleicht doch noch der Staat?


Für die Fluggesellschaften nehmen die Folgen der Terrorattacke in den USA dramatische Ausmasse an. In den USA wird über staatliche Hilfe für die Airlines diskutiert. Kann auch die Swissair hoffen?

Von Christof Moser

Die Situation der Swissair wird immer dramatischer: Bis am frühen Nachmittag hat der Titel um rund 17 Prozent auf 48,5 Franken nachgegeben. Am späteren Nachmittag lag der Kurs immer noch 10 Prozent im Minus. Die Anleger haben Angst: Verkraftet die Airline die Folgen der Terror-Attacken in den USA?

Swissair mit MillionenkostenTatsache ist: Die Einnahmeausfälle der Swissair gehen in die Millionen. Tagelang mussten die Jets wegen den Terror-Attacken auf dem Boden bleiben. Auf der Nordatlantikroute, die bei der Swissair immerhin 23 Prozent des Gesamtverkehrs ausmacht, ging gar nichts mehr. Bei der Swissair, die kaum mehr finanzielle Reserven hat, geht das ans Lebendige. Analysten schliessen inzwischen einen Konkurs der Airline nicht mehr aus.


«Eine finanzielle Unterstützung der Swissair kommt auch weiterhin nicht in Frage.» UVEK-Sprecherin Claudine Godat


Staatshilfe für US-AirlinesAuch US-Fluggesellschaften leiden unter den Folgen der Terror-Anschläge in New York und Washington. Sie können aber hoffen: US-Präsident Georges W. Bush hat signalisiert, dass er sich mit den Airline-Chefs zusammensetzen will, um über staatliche Hilfe zu diskutieren.


Daraus schöpft man aber bei der Swissair keine Hoffnung auf Geld aus der Staatskasse, wie Swissair-Sprecher Rainer Meier sagt: «Für uns ist das kein Thema. Der Bundesrat hat klar signalisiert, wie er dazu denkt.»

Unveränderte Position des BundesratsIn der Tat: Auch die neue Situation habe die Position der Regierung nicht verändert, wie Claudine Godat, Sprecherin des Departements für Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK, sagt. «Eine finanzielle Unterstützung der Swissair kommt auch weiterhin nicht in Frage».

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