Dosé hält Fusion mit Lufthansa für unausweichlich


Ex-Swiss-Chef Andre Dosé hält eine Fusion der Fluggesellschaft mit der deutschen Lufthansa für unausweichlich. Swiss „steht an einem Punkt, wo sie mit Kostensenkung nicht mehr weiter kommt“, sagte Dosé der Zeitung „Handelsblatt“ .

Die Airline verliere täglich Geld, Know-how und Kunden. „Auch wenn sie die Kosten senkt, bleibt sie zu schwach beim Ertrag, um selbstständig überleben zu können“, sagte Dosé in einem Interview. Es werde wahrscheinlich nicht funktionieren, zunächst die geplante Restrukturierung abzuschliessen, um dann aus einer stärkeren Position zu verhandeln. „Der Wert der Firma steigt nicht. Da überschätzt man die Situation“, sagte Dosé zum Kurs seines Nachfolgers Christoph Franz.

„Ich sehe nur die Lufthansa“
Als Fusionspartner nannte Dosé die deutsche Fluggesellschaft: „Ich sehe nur die Lufthansa.“ Die Flugallianz Skyteam sei mit der Integration von KLM und Air France beschäftigt. Und British Airways stehe nicht mehr zur Verfügung, seit die Verhandlungen mit der Swiss gescheitert seien. „Bei einem Zusammenschluss mit Lufthansa könnte man die Swiss als Premiummarke erhalten“, sagte der ehemalige Konzernchef.

„Angst vor den Deutschen“
Auf die Frage, warum Dosé die Fusion nicht zustande gebracht habe, sagte Dosé: „Die Schweizer haben oft ein wenig Angst vor den Deutschen. Sie wollen ihr Nationalheiligtum nicht verlieren.“ (AWP/scc/pag)

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