Dubais ehemaliger Industrieminister im Zwielicht

Einst warb er für Dubais Aufstieg zum Zentrum der Islamic Finance im Mittleren Osten. Nun sitzt der ehemalige Industrieminister Dr. Mohammed Khalfan Bin Kharbas, der auch lange Jahre der Dubai Islamic Bank (DIB) vorsass, auf der Anklagebank. Dies wurde bereits Ende letzter Woche bekannt. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: bei der DIB-Tochtergesellschaft Deyaar Development soll der Emirati mutmasslich öffentliche Zuschüsse in Höhe von umgerechnet 27 Mio. Dollar für Immobilienprojekte veruntreut haben.

 

Die seit nunmehr einem Jahr währenden Ermitttlungen gegen die ehemlige Führungsriege bei Deyaar, in denen auch der einstige amerikanische Deyaar-CEO Zack Shahin involviert ist (er sitzt seit März 2008 in Haft), stünden kurz vor dem Abschluss, teilten die Behörden in Dubai mit. Kharbash selbst wurde nicht inhaftiert. So lange im Rechtsstaat VAE kein Urteil gefällt ist, gilt freilich die Unschuldsvermutung.


An der Börse in Dubai zeigte man sich über das absehbare Ende des Falles erleichtert. Deyaar-Aktien stiegen in den vergangenen sieben Handelstagen um 32.14 Prozent. (gaf)

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