E.ON will Verhandlungen mit Gazprom abschliessen

Ruhrgas-Chef Bernhard Reutersberg werde im Juni nach Russland reisen, um einen letzten Einigungsversuch zu unternehmen, berichtet die «Financial Times Deutschland» («FTD»/Mittwoch) unter Berufung auf E.ON-Kreise. Danach werde die Sache abgeschlossen – so oder so. Laut der Zeitung sagte Reutersberg: «Das ist keine Frage von Jahren mehr, sondern von Monaten.»


«Zunehmend schwierige Verhandlungen»
Auf der Jahrespressekonferenz am Dienstag bezeichnete Reutersberg die laufenden Verhandlungen über einen Einstieg im russischen Gasfeld Juschno Russkoje als «zunehmend schwierig». Hintergrund seien Probleme, angesichts des gestiegenen Ölpreisniveaus eine gemeinsame Bewertungsbasis zu finden. Das Ringen um das sibirische Erdgasfeld zieht sich schon über vier Jahre hin.


Alternative
Alternativ zur Beteiligung von E.ON an Juschno Russkoje prüfe Gazprom einen Ausbau der Partnerschaft mit der BASF-Tochter Wintershall, berichtet die Zeitung weiter. Anders als E.ON ist Wintershall bereits mit 35 Prozent an Juschno Russkoje beteiligt. Im Gegenzug konnten die Russen ihren Anteil an der Gashandelsfirma Wingas aufstocken. Wintershall und Gazprom führten bereits Gespräche über neue Gasprojekte, hiess es weiter. (awp/mc/ps)

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