Ems-Chemie im 1. Quartal mit Umsatz von 404 Mio. Franken

Das schwergewichtig im Bereich Polymere Werkstoffe tätige Unternehmen verbuchte im Berichtsquartal einen kräftigten Umsatzanstieg um 59,1% auf 404 Mio CHF und übertraf die Erwartungen der Analysten deutlich. In lokalen Währungen nahmen die Verkäufe um 61,6% zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Währungs- und konsolidierungsbereinigt erreichte der Umsatz damit wieder das Höchstniveau des ersten Quartals 2008.


Trend zum Lageraufbau hält bis Mitte Jahr an
Nach Darstellung von Ems haben sich das bessere konjunkturelle Umfeld, steigende Lagerbestände bei den Kunden sowie Neugeschäfte- und Marktanteilsgewinne «äusserst positiv» auf Umsatz und Ergebnis ausgewirkt. Der Trend zum Lageraufbau dürfte nach Einschätzung des Unternehmens noch bis Mitte 2010 anhalten. Allerdings dürfte sich die aktuelle Knappheit auf den Rohstoffmärkten in den nächsten Monaten weiter zuspitzen, was zu weiteren Rohstoffpreiserhöhungen führen werde.


Wachstumsmärkte China, Indien und Brasilien als Zugpferde
Im Hauptbereich der Polymeren Werkstoffe stieg der Umsatz im ersten Quartal 2010 um 54,7% auf 328 Mio CHF. Als Zugpferde erwiesen sich die neuen Wachstumsmärkten China, Indien und Brasilien. Bei EMS-GRIVORY habe sich Geschäft dank neuen Metallersatz-Anwendungen, insbesondere in der Automobilindustrie, «äusserst erfreulich» entwickelt. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage nach Hochtemperaturwerkstoffen werde im laufenden Jahr eine weitere Produktionsanlage in Betrieb genommen.


Feinchemikalien/Engineering mit Umsatzwachstum von 81 %
Im Nebenbereich Feinchemikalien/Engineering stiegen die Verkäufe um 81% auf 76 Mio CHF. Die Integration der im 2009 zugekauften Nexis Fibers sei zum grössten Teil abgeschlossen, heisst es weiter.


Guidance leicht angehoben
Für das Gesamtjahr 2010 erwartet EMS einen deutlich höheren Umsatz und ein höheres Betriebsergebnis auf Stufe EBIT als im Vorjahr. Dies vor allem aufgrund eines massiv besseren ersten Halbjahres im Vergleich zum Vorjahr. Damit hat das Unternehmen seine Guidance leicht angehoben; zuletzt war im Februar von einem «leicht» höheren EBIT die Rede.


Sonderdividende von 5 Franken je Aktie
Ferner sieht EMS zusätzlich zur ordentlichen Dividende von 5 CHF die Ausschüttung einer zusätzlichen Sonderdividende von weiteren 5 CHF je Aktie vor. Hintergrund ist die am 15. Februar 2010 erfolgte Veräusserung eigener Aktien im Wert von knapp 130 Mio CHF an die Emesta Holding. Emesta befindet sich mehrheitlich im Besitz von Konzernchefin Magdalena Martullo und deren Schwester Rahel Blocher. Die Auszahlung von gesamthaft 10 CHF je Aktie sei ab dem 20. August 2010 geplant. (awp/mc/pg/07)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.