Escada zahlt keine Dividende – Priorität für Eigenkapital-Stärkung

Der Aufsichtsrat habe auf seiner Sitzung am Donnerstag einer entsprechenden Empfehlung des Vorstands zugestimmt, teilte das Unternehmen in München mit. Man wolle sich vor dem Hintergrund künftiger Wachstumsperspektiven zunächst darauf konzentrieren, die Eigenkapitalbasis weiter zu stärken. Der Schritt stehe auch im Einklang mit dem Ziel, die Nettoverschuldung zu verringern und das Rating für Escada zu verbessern. „Vorstand und Aufsichtsrat betrachten übereinstimmend diese Ziele gegenüber der Wiederaufnahme einer Dividendenzahlung als vorrangig“, hiess es.


Harte Sanierung hinter sich gebracht
Escada hat eine harte Sanierung hinter sich. Nach der Erholung hatte der mittlerweile abgetretene Firmenchef und Gründer Wolfgang Ley den Aktionären für das abgelaufene Geschäftsjahr 2004/05 (31. Oktober) ursprünglich eine kleine Dividende in Aussicht gestellt. Die Unternehmensleitung unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Frank Rheinboldt habe sich aber wegen der genannten Prioritäten dagegen entschieden, sagte ein Unternehmenssprecher.


Gewinn vor Steuern mehr als vervierfacht
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Escada den Gewinn vor Steuern auf 28,9 Millionen Euro mehr als vervierfacht. Trotz andauernder Flaute auf den Luxusmärkten wächst das Unternehmen mittlerweile wieder. Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte der Konzernumsatz um knapp vier Prozent auf 648,6 Millionen Euro zu. (awp/mc/ab)

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