Escor CEO Christian Vollmer: 2005 Verlust von 3,9 Mio CHF

Ob eine Dividende zur Auszahlung kommt, sei noch nicht entschieden. Im kommenden Jahr rechnet Escor aber wieder mit einer Schwarzen Null. Seit dem 1. April 2005 ersetzt Escor die 1´000 in der Schweiz ausserhalb von Casinos aufgestellten Glücksspielautomaten durch vom Bund lizenzierte Geschicklichkeitsautomaten. Darum rechnet Escor aus dem Aufstellgeschäft mit einem Umsatzrückgang um rund 40% im laufenden Jahr. Bis dato seien 500 Automaten ersetzt worden, man liege somit im Zeitplan, erklärte Vollmer.


Will Gelegenheit zum Marktanteilausbau nutzen
Insgesamt müssen in der Schweiz 6´000 installierte Geldspielautomaten ersetzt werden. Escor gibt sich aber mit dem Erhalt des Status Quo nicht zufrieden, sondern will die Gelegenheit nutzen, seinen Marktanteil von heute knapp über 20% deutlich auszubauen. Bis Ende 2005 will Escor 1´250 Geräte in schweizerischen Gaststätten stehen haben, sagte Vollmer. Bis zum Jahr 2009 visiert Escor 2´000 Stück an.


20 Mio. CHF will Escor investieren
Rund 20 Mio CHF will Escor in den kommenden vier Jahren in Geräte der neuen Generation und in begleitende Marketingmassnahmen investieren. Davon fallen in diesem Jahr 10 Mio CHF an, allein die im November 2004 initiierte Vermarktungskampagne zur Geräteumstellung schlägt mit 2 Mio CHF zu Buche. Davon hat Escor 250´000 CHF im letzten Jahr verbucht, der Rest fällt 2005 an. Die Investitionen kann Escor aus eigener Kraft finanzieren, einen Kapitalerhöhung steht daher nicht ins Haus.


Vollmer ist zuversichtlich
Hinsichtlich der langfristigen Aussichten gibt sich Vollmer zuversichtlich, dank wieder steigenden Spielerträgen und einer Zunahme an Aufstellplätzen die Gewinnmarge bis zum Jahr 2008 wieder auf 21% des Umsatzes zu steigern. 2004 lag der entsprechende Wert bei 19%.


Zukunft liegt nicht im Auslandgeschäft
Die Zukunft von Escor sieht Voller nicht im Auslandgeschäft. Das unlängst angekündigte Engagement in San Marino war „einfach eine gute und sehr rentable Gelegenheit“, so der Escor-Chef. Mittelfristig werde Escor hier viel Geld verdienen. Sollte sich das Geschäft aber strategisch nicht bewähren, könne sich Escor schnell wieder davon trennen. (awp/mc/ab)

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