EU-Ausblick: Etwas fester – Rekordfahrt geht dank Vorgaben weiter

Den britischen FTSE 100 taxiert Finspreads 0,82 Prozent fester. Angetrieben von erneut guten Konjunkturdaten und dem schwachen US-Dollar hatten die Börsen in New York am Mittwoch den dritten Tag in Folge mit Gewinnen geschlossen. Der Future auf den Dow Jones gewann seit dem europäischen Börsenschluss vom Vortag 0,97 Prozent. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index fest. Auf der Agenda stehen am Nachmittag mit US-Daten vom Immobilienmarkt, den wöchentlichen Arbeitslosenzahlen sowie später dem Geschäftsklima der Region Philadelphia (Philly-Fed-Index) erneut wichtige Konjunkturtermine.


Aktien von Kingfisher stehen mit Zahlen im Fokus. Die britische Baumarktkette verbuchte im ersten Halbjahr einen 35-prozentigen Gewinnsprung und traf damit die schon zuvor angehobenen Unternehmensziele. Für die Zukunft rechnet Kingfisher allerdings mit schwierigen Geschäftsbedingungen. Der dänische Lebensmittelkonzern Danisco will über das erste Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 berichten. Analysten erwarten im Schnitt einen operativen Gewinnrückgang von 13 Prozent.


Die französische Grossbank BNP Paribas will kleinen und mittelständischen Unternehmen Kredite im Umfang von mindestens fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Auch Vivendi-Titel sollten im Auge behalten werden. Der französische Medien- und Telekomkonzern traf noch keine Entscheidung, ob er von seinem Recht Gebrauch machen will, einen 20-prozentigen Anteil am Fernsehsender NBC Universal zu verkaufen.


Papiere von Heineken könnten von einer positiven Studie profitieren. JPMorgan stufte die Aktie des Brauereikonzerns in einer Sektorstudie von «Neutral» auf «Overweight» hoch und erhöhte das Kursziel von 31,00 auf 34,00 Euro. Beim Navigationsgerätehersteller TomTom dürfte hingegen eine Abstufung von «Neutral» auf «Underperform» durch Merrill Lynch für Kursverluste bei der Aktie sorgen. Ähnliches gilt für Anteilsscheine des Elektrotechnikkonzerns ABB – die Deutsche Bank senkte ihr Votum von «Buy» auf «Hold».


An der Züricher Börse könnten Roche-Titel einen Blick wert sein. Der Schweizer Pharmakonzern veröffentlichte neue Resultate aus einer internationalen Studie, wonach die anhaltende Therapie mit dem Medikament MabThera (Rituximab) bei neu behandelten Patienten mit fortgeschrittenem follikularen Lymphoma zu einer Verzögerung der Erkrankung führt. (awp/mc/ps/05)

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