EU-Ausblick: Etwas schwächer – Citigroup-Abschreibungen belasten

So hatte der Dow Jones Industrial am Freitag nach Handelsende in Europa um 65 Punkte zugelegt und gut behauptet geschlossen, der Nikkei in Tokio rutschte dagegen am Morgen um 1,50 Prozent ab. Als Belastung für die asiatischen Börsen hatten sich laut Händlern zusätzliche Milliardenbelastungen bei der Citigroup sowie der Rücktritt des Unternehmenschefs erwiesen. Damit erhielten Sorgen um die Auswirkungen der Kreditkrise weitere Nahrung.


Der Future auf den EuroSTOXX 50 entspricht am Morgen einem Stand des europäischen Leitindex von 4.378 Punkten, nachdem er vor dem Wochenende 0,12 Prozent auf 4.410,08 Zähler abgegeben hatte. Finspreads erwartet den FTSE 100 in London bei 6.510 Zählern, am Freitag hatte der britische Index 0,84 Prozent auf 6.530,60 Zähler verloren.


Finanzwerte dürften von den höheren Milliardenabschreibungen des US-Branchenschwergewichts im Zuge der Subprime-Krise erneut belastet werden. Börsianern zufolge hat Morgan Stanley zudem die Einstufung zu europäischen Banken von «Attractive» auf «In-line» zurückgeschraubt.


In London kommen Northern Rock im Kontext der Hypothekenkrise ebenfalls nicht aus den Schlagzeilen. Einem Bericht der «Sunday Times» zufolge haben Anleger insgesamt 14 Milliarden Pfund von der angeschlagenen Hypothekenbank abgezogen. Laut «Observer» steigt der Druck auf die Bank of England, ihre Finanzhilfen über den Februar hinaus zu verlängern. Von HSBC Holdings werden am Berichtstag Halbjahreszahlen erwartet.


Abseits der Finanzbranche stehen EADS im Blick. Die Verzögerungen bei der Militärtransportmaschine A400M kosten den Luft- und Raumfahrtkonzern zusätzlich zwischen 1,2 und 1,4 Milliarden Euro. Aus diesem Grund werde die Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Sonderposten für 2007 ausgesetzt, hiess es vom Unternehmen. (awp/mc/ab)

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