EU-Ausblick: Freundlich – Vorgabe positiv

Der Future auf den EuroSTOXX 50 signalisiert einen um 0,60 Prozent höheren Handelsauftakt des europäischen Leitindex. Dieser hatte zum Wochenauftakt 0,29 Prozent auf 3.812,69 Zähler gewonnen. Die Vorgabe ist positiv: Die US-Börsen sind am Vortag fest in die Woche gestartet und der Future auf den Dow Jones stand am Morgen 64 Punkte höher als zum Börsenschluss in Europa am Montag. Der Nikkei-225-Index schloss fest. Neben einigen Quartalsbilanzen könnten am Nachmittag US-Konjunkturdaten für Bewegung sorgen.


Aktien der Societe Generale sollten nach Zahlen in Bewegung geraten. Der Gewinn der französischen Grossbank ist im ersten Quartal nicht so stark gefallen wie von Experten erwartet. Der Überschuss sei wegen weiteren Belastungen aus der Finanzmarktkrise um 23,4 Prozent auf 1,096 Milliarden Euro gesunken, teilte die Bank am Dienstag in Paris mit. Von Thomson Financial News befragte Experten hatten mit einem Rückgang auf 988 Millionen Euro gerechnet.


Auch Fortis legten bereits vor Börsenstart Zahlen vor. Beim belgisch-niederländischen Finanzkonzern ist im ersten Quartal der Gewinn wegen Abschreibungen auf sein Wertpapierportfolio stärker als befürchtet eingebrochen. Der Überschuss der drei Monate habe noch bei 808 Millionen Euro gelegen – von der dpa-AFX-Partneragentur Thomson Financial News befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 953 Millionen Euro gerechnet. Wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten musste Fortis in dem Quartal 380 Millionen Euro auf sein Wertpapierportfolio abschreiben.


Unterdessen sorgen Electricite de France (EdF) und British Energy erneut für Gesprächsstoff. Der Zeitung «La Tribune» zufolge hat EdF am Freitag bereits ein Angebot für den 35,2-prozentigen Anteil der britischen Regierung unterbreitet. Der französische Energiekonzern wolle den britischen Konkurrenten allein übernehmen und schlage einen Preis von rund 10 Milliarden Pfund vor. Bereits am Vortag gab es Presseberichte, denen zufolge EdF nicht mehr als 700 Pence je Aktie zahlen wolle.


TUI Travel berichteten ebenfalls über ihre Geschäftsentwicklung. Die britische TUI-Tochter hat nach einem Umsatzplus und verringertem Verlust im ersten Halbjahr ihre Ziele für das laufende Geschäftsjahr (30. September) bestätigt. Das Unternehmen sei auf Kurs, die geplanten Synergien von 150 Millionen britischen Pfund aus dem Zusammenschluss von First Choice Holidays mit dem Veranstaltergeschäft des TUI-Konzerns zu erzielen. Auch Enterprise Inns könnten nach Zahlen in Bewegung kommen.


In der Schweiz könnten Givaudan einen Blick wert sein. Der Aromen- und Riechstoffe-Hersteller hat einen neuen Vertrag mit Colgate-Palmolive zur Entwicklung neuer Riechstoffe bekannt gegeben. Repsol-YPF stehen ebenfalls mit Zahlen im Blick. (awp/mc/pg)

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