EU-Ausblick: Freundlich – Vorgaben positiv

Am Vortag hatte der «Footsie» anders als die übrige europäischen Börsenbarometer knapp behauptet geschlossen. An den US-Börsen waren die wichtigsten Indizes am Vorabend nach einer rasanten Berg- und Talfahrt am Ende mit positiven Vorzeichen aus dem Handel gegangen – der Dow Jones schloss mit plus 1,17 Prozent. Der Future auf den US-Leitindex gewann seit dem europäischen Börsenschluss 0,36 Prozent. In Tokio ging der Nikkei 225-Index 1,84 Prozent höher aus dem Handel. Am Nachmittag könnten noch US-Konjunkturdaten wie die wöchentlichen Arbeitsmarktzahlen für Bewegung sorgen.


ArcelorMittal stehen mit ihrer jüngst begebenen Wandelanleihe weiter im Blick. Der weltgrösste Stahlkonzern stockte deren Volumen auf 1,25 Milliarden Euro auf. Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis teilte mit, sein Vogelgrippe-Impfstoff «Emerflu» sei in Australien zugelassen worden.


Bei Iberia könnte ein Zeitungsbericht bewegen. Laut «El Economista» will British Airways die Übernahme des spanischen Konkurrenten nicht abschliessen, bevor feststeht, wer Miguel Blesas Platz als Vertreter des wichtigsten Iberia-Aktionärs Caja Madrid einnimmt. Nach Angaben der Zeitung, die sich auf Unternehmenskreise beruft, könnte die Entscheidung dieser Personalie bis September dauern.


Ebenfalls eine Personalie könnte bei Areva für Erleichterung sorgen. In «Le Figaro» heisst es, Aufsichtsratschef Frederic Lemoine, der häufiger mit Vorstandschefin Anne Lauvergeon zusammengestossen ist, wolle den Atomkonzern verlassen und die Unternehmensführung bei der Investmentgesellschaft Wendel übernehmen.


Der Rohstoffkonzern Rio Tinto könnte nach eigenen Angaben weitere Vermögenswerte verkaufen, falls der geplante milliardenschwere Einstieg des staatlichen chinesischen Aluminiumkonzerns Chinalco doch noch scheitern sollte. Am Vortag hatte die australische Kartellbehörde grünes Licht für das vor allem in der Politik umstrittene Geschäft gegeben.


Kingfisher dürften nach Zahlen einen Blick wert sein. Die britische Baumarktkette erfüllte mit ihrem Gewinn vor Steuern und Sonderposten die Markterwartungen, rechnet aber mit einem schwierige Jahr und will rund ein Drittel ihrer verlustträchtigen chinesischen Märkte schliessen.


Roche schloss das Übernahmeangebot für die amerikanische Biotech-Tochter Genentech ab. Dem Basler Pharmakonzern wurden bis Ablauf der Angebotsfrist 395,7 Millionen Genentech-Aktien angedient, entsprechend einem Anteil von 84,7 Prozent der ausstehenden Aktien. Wie Roche am Donnerstag mitteilte, hält der Konzern damit 93,2 Prozent der Genentech-Aktien. Zusätzlich wurde die Übergabe weiterer 3,0 Prozent der ausstehenden Genentech-Aktien innerhalb der nächsten drei Geschäftstage garantiert, was eine Beteiligung von 96,2 Prozent ausmachen würde. (awp/mc/ps/08) 

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