EU-Ausblick: Freundlicher Wochenstart erwartet

Der Future auf den EuroSTOXX 50 signalisiert einen um 0,26 Prozent höheren Handelsauftakt des europäischen Leitindex. Dieser hatte am Freitag 0,21 Prozent auf 3.862,91 Punkte zugelegt. Die Vorgaben aus den USA sind leicht positiv: Die New Yorker Börsen hatten am Freitag uneinheitlich, aber allesamt kaum verändert geschlossen. Der Future auf den Dow Jones stand am Morgen 69 Punkte über dem Niveau vom Börsenschluss in Europa am Freitag. Der Nikkei-225-Index schloss gut behauptet bei 14.269,61 Punkten.


Der hohe Ölpreis könnte die Kauflust der Börsianer zum Wochenauftakt bremsen: Er hat sich am Morgen weiter knapp unter dem Rekordhoch gehalten. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni 126,92 US-Dollar und damit 63 Cent mehr als im späten Freitaghandel. Zuvor hatte der US-Ölpreis zum Wochenschluss ein neues Rekordhoch bei 127,82 Dollar erreicht.


Neben Einzelmeldungen dürften vor allem Analystenkommentare für Bewegung auf den Kurstafeln sorgen. UBS senkte Swiss Life Holding von «Buy» auf «Hold» und bezifferte das Kursziel mit 320 Schweizer Franken. ING senkte Sainsbury von «Hold» auf «Sell» und reduzierte das Kursziel von 420 auf 340 Pence. Citigroup stufte TF1 – TV Francaise 1 von «Sell» auf «Hold» hoch und bezifferte das Kursziel mit 12,90 Euro. Zudem erhöhte sie Anglo American von «Hold» auf «Buy» und das Kursziel von 3.500 auf 4.000 Pence. Die Titel von Vedanta erhöhten die Citigroup-Analysten von «Hold» auf «Buy» und das Kursziel von 2.750 auf 3.061 Pence. Deutsche Bank erhöhte British Sky Broadcasting von «Hold» auf «Buy».


Auch EADS stehen zum Wochenauftakt im Blick. Ein Börsianer verwies auf Medienberichte, denen zufolge der Luft- und Raumfahrtkonzern ein Gegenangebot für seinen US-Konkurrenten DRS Technologies plant. Die italienische Finmeccanica hatte bereits ein Angebot für den US-Elektronikhersteller in Höhe von rund vier Milliarden Dollar abgegeben. Ein Händler äusserte sich am Morgen kritisch: Die Finanzierungskosten seien hoch und die zu erwartenden Synergien dürften das nicht ausgleichen. Entsprechend trage ein solches Angebot nicht zur Wertsteigerung für die Aktionäre bei. Stattdessen sollte EADS seiner Meinung nach Produktionsstätten für Airbus in Dollar-Regionen aufbauen, um die Abhängigkeit von der US-Währung zu reduzieren.


Der spanische Versorger Iberdrola will in den USA bis zum Jahr 2010 acht Milliarden Dollar in den Markt für erneuerbare Energien investieren. Von Austrian Airlines werden Verkehrszahlen erwartet. In London dürften die Titel von Royal & Sun Alliance Insurance Group und Standard Life anlässlich ihrer jeweiligen Hauptversammlungen in den Fokus rücken.


Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat in einer neuen Studie Erfolge mit dem Medikament RAD001 (auch Everolimus) bei Patienten mit fortgeschrittenem Nierenkrebs dokumentiert. RAD001 habe die Zeit ohne Tumor-Wachstum auf vier Monate nahezu verdoppelt und das Risiko eines Fortschritts der Krankheit um 70% reduziert, teilte der Pharmakonzern am Morgen mit. Bereits am Freitagabend teilte die italienische Grossbank UniCredit mit, sich von 184 Zweigstellen trennen zu wollen. Die italienische Regulierungsbehörde hatte dies im Zusammenhang mit der Übernahme von der Bank Capitalia verlangt. Für 747 Millionen Euro werden die Niederlassungen an 12 Banken verkauft. (awp/mc/ps)

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