EU-Ausblick: Gut behauptet – Bernanke-Rede im Blick

Der Nikkei 225 schloss am Morgen sehr fest. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte dagegen am Vorabend den Handel knapp behauptet beendet. Die NASDAQ-Börsen schlossen dagegen im Plus. Vor der Rede von US-Notenbank-Chef Ben Bernanke am Nachmittag werden sich Anleger aber zurückhaltend zeigen, sagten Händler. Alles andere als ein Signal für eine Zinssenkung werde den Markt enttäuschen.


Die Citigroup indiziert den EuroSTOXX 50 vorbörslich bei 4.272 Zählern. Am Vortag hatte der europäische Leitindex 1,25 Prozent auf 4.246,12 Zähler gewonnen. IG Index erwartet den FTSE 100 bei 6.241 Zählern, nachdem der «Footsie» am Vortag 1,30 Prozent auf 6.212,00 Zähler gewonnen hatte.


In der Schweiz stehen Aktien von Novartis im Blick. Die Generikasparte des Schweizer Pharmakonzerns hat eine Zulassung der Europäischen Kommission für ein Epoetin-Nachfolgeprodukt erhalten. Die Umsätze von Epoetin alfa im Jahr 2006 werden laut Novartis auf etwa 600 Millionen Dollar in Europa und 7,3 Milliarden Dollar weltweit geschätzt.


In London sollten Papiere von Barclays beobachtet werden. Die britische Grossbank hat Liquiditätsprobleme abgestritten. Barclays sei mit ausreichend liquiden Mitteln ausgestattet, hatte die Bank am Donnerstagabend mitgeteilt. Die britische Notenbank (BoE) hatte dem Geldmarkt 1,6 Milliarden Pfund an liquiden Mitteln zur Verfügung gestellt und damit Spekulationen über mögliche Empfänger ausgelöst.


Der zweitgrösste europäische Reiseveranstalter Thomas Cook Group rechnet mit höheren Synergien aus der vollzogenen Fusion. Die angepeilten 140 Millionen Euro würden voraussichtlich übertroffen, teilte das aus dem deutschen Reiseveranstalter Thomas Cook und dem britischen Mitbewerber MyTravel hervorgegangene Unternehmen mit. Auch bei den Ganzjahreszielen sieht sich Thomas Cook auf Kurs.


In Paris stehen einige Unternehmen mit Zahlen im Blick. Der französische Medien- und Telekommunikationskonzern Vivendi hat im ersten Halbjahr Gewinn und Umsatz gesteigert und seine Überschussprognose für das Gesamtjahr bestätigt.


Auch Pinault-Printemps-Redoute (PPR) gewährte einen Einblick in die Bücher. Das operative Geschäft des Luxusgüterkonzerns ist um 40 Prozent auf 630 Millionen Euro gestiegen.


Electricite de France (EdF) stehen ebenfalls mit Zahlen im Blick. Der Nettogewinn des Energieunternehmens ist um 15,2 Prozent auf 3.514 Milliarden Euro gefallen. Dies war nach Angaben des Unternehmens das Ergebnis signifikanter einmaliger Gewinne im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.


Am Vorabend legten auch L’Oreal und Areva Zahlen vor. Der französische Kosmetikkonzern hat im ersten Halbjahr seinen Gewinn gesteigert und zeigt sich für das Gesamtjahr optimistischer als bisher. Der Atomkonzern Areva hat im ersten Halbjahr trotz zusätzlicher Kosten für weitere Verzögerungen des Reaktorbaus in Finnland seinen Gewinn um ein Fünftel gesteigert.


Alitalia-Titel dürften in Mailand einen Blick wert sein. Der Aufsichtsrat der italienische Fluggesellschaft hat Unternehmenschef Maurizio Prate beauftragt, möglichst schnelle potenzielle Interessenten für eine Übernahme zu benennen. (awp/mc/pg)

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