EU-Ausblick: Gut behauptet erwartet – Zahlen, Vorgaben positiv

Im Fokus stehen eine Reihe von Unternehmen mit Zahlen. Die Vorgaben sind unterdessen leicht positiv. Die US-Börsen sind am Vortag nach schwachen Einzelhandelsdaten sowie Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke schwächer in die Woche gestartet, haben aber über Tageshoch geschlossen. Der Future auf den Dow Jones stand am Morgen 28 Punkte über dem Börsenschluss in Europa am Vortag. Der Nikkei-225-Index schloss in Tokio fest.


Bereits am Vorabend legten Carrefour und Vinci ihre Umsätze vor, BP korrigierte seinen Überschuss für das erste Quartal nach unten. Zudem werden die Titel wie auch die des Wettbewerbers Royal Dutch Shell ex Dividende gehandelt. Unterdessen hat der französische Einzelhändler Carrefour besonders wegen kräftiger Lebensmittelverkäufe im ersten Quartal seinen Umsatz gesteigert. JPMorgan senkte allerdings sein Kursziel für die Aktie von 57 auf 54 Euro, blieb aber «Overweight». Auch Vinci hat seinen Umsatz deutlich gesteigert und die Jahresprognose bestätigt.


ArcelorMittal stehen ebenfalls mit Zahlen im Fokus. Der weltgrösste Stahlkonzern hat im ersten Quartal getrieben von einer hohen Nachfrage, gestiegenen Preisen und einem schwachen Dollar Umsatz und operativen Gewinn kräftig gesteigert. Finanzwerte sollten ebenfalls einen Blick wert sein. BNP Paribas , ING Groep und Dexia Banque legten Zahlen vor. Die BNP Paribas überraschte mit stärkeren Zahlen. Der Gewinn der grössten französischen Bank ist im ersten Quartal wegen geringerer Belastungen aus der Finanzmarktkrise nicht so stark wie erwartet gesunken. Dexia enttäuschte unterdessen mit einem stärkeren Gewinnrückgang. Bei ING standen eine Abschreibung über 55 Millionen Euro und ein Rückgang des Vorsteuergewinns um 31 Prozent im Mittelpunkt.


Auch Telefonica legten Zahlen vor. Die spanische Telefongesellschaft ist mit einem Gewinnsprung ins Jahr gestartet und lag mit den Ergebnissen im Rahmen der Erwartungen. Enel berichteten ebenfalls über die Geschäftsentwicklung. Der italienische Versorger rechnet für 2008 konzernweit mit einem höheren operativen Gewinn als im Vorjahr. Abseits der Zahlenflut dürften BHP Billiton von Übernahmespekulationen profitieren – die Aktie legte bereits in Australien deutlich zu. Händlern zufolge gibt es Interesse aus China an einem Anteil des Minenunternehmens. «Das kann nicht ausgeschlossen werden, da die Chinesen bereits einen Anteil an Rio Tinto haben», sagte ein Börsianer.


In der Schweiz könnten Novartis nach positiven Studienergebnissen einen Blick wert sein. Der Pharmakonzern hat in einer Studie für Exforge gegen Bluthochdruck bei einer Untergruppe von schwarzen Patienten, darunter auch solche mit massivem Bluthochdruck, gute Erfolge erzielt. Zudem hat eine Phase-II-Studie für einen Meningitis-B-Impfstoff auf der Basis neuer Daten das Potenzial gezeigt, der erste Impfstoff zum Schutz von Kleinkindern gegen diese Erkrankung zu werden. (awp/mc/ps)

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