EU-Ausblick: Schwächer – Obama-Aussagen und Vorgaben belasten

Händler verwiesen auf die verstärkte Unsicherheit an den Börsen, die sich auch in der schwachen Vorgabe der Überseebörsen widerspiegele. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) verlor seit Handelsschluss in Europa am vergangenen Freitag weitere 1,27 Prozent und in diesem Umfeld dürften sich die wichtigen europäischen Börsen nicht von den kräftigen Rückschlagen der vergangenen Handelstage erholen. «Nach wie vor belasten die Pläne der US-Regierung unter Barack Obama zu einer stärkeren Regulierung der US-Banken die Stimmung an den Börsen», sagte Analyst David Buik von BGC Partners. Sollten die Pläne der Regierung in Washington in die Tat umgesetzt werden, befürchten Experten einen Dämpfer beim Wirtschaftswachstum.


Vor den Hintergrund der Obama-Pläne dürften erneut die grossen Bankenwerte wie zum Beispiel Societe Generale an der Börse in Paris oder die Papiere von Barclays an der Börse in London im Fokus stehen. Zudem dürften auch die Aktien des niederländischen Elektronikkonzern Philips Electronics nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Philips setzte auch im vierten Quartal 2009 den Erholungskurs weiter fort, bleib beim Umsatz aber leicht hinter dem Vorjahreswert zurück.


Ausserdem meldete der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson Geschäftszahlen. Das Unternehmen beendete das vergangenen Krisenjahr mit einem deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang. Die Erlöse gingen im Schlussquartal um 13 Prozent zurück. Das Infrastrukturgeschäft habe vor allem in der zweiten Jahreshälfte gelitten, sagte der neue Ericsson-Chef Hans Vestberg.


Schliesslich meldete die französische Grossbank BNP Paribas eine Neuausrichtung im Immobiliengeschäft. Nach Angaben von Vorstandsmitglied Henri Faure im «Handelsblatt» will die Bank das Geschäft mit Immobilienfonds in Deutschland ausbauen. Zu weiteren Details wollte er keine Angaben machen. Faure machte aber klar, dass ihn das Geschäft mit offenen Publikumsfonds in Deutschland nicht interessiere. Offenbar wollen die Franzosen ein deutsches Fondshaus kaufen, das primär im Geschäft mit institutionellen und vermögenden Privatkunden aktiv ist. (awp/mc/ps/07)

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