EU-Ausblick: Sehr fest – Gewinne in USA und Japan – Optimismus

Die US-Börsen hatten am Freitag mit starken Kursgewinnen geschlossen und von robusten Ergebnissen des BlackBerry-Herstellers RIM sowie von zuversichtlich stimmenden Äusserungen von US-Notenbank Chef Ben Bernanke profitiert. Die FED werde alles tun, die Banken zu stabilisieren, so Bernanke. Die Hoffnung, dass die US-Wirtschaft das Schlimmste überstanden haben könnte, liess am Montag auch die Börse in Tokio auf einem Dreimonats-Hoch schliessen.


In Europa rücken mit den Erzeugerpreisen und den Einzelhandelsumsätzen für Februar auch wieder Konjunkturdaten in den Mittelpunkt. Rio Tinto könnten in London in Bewegung geraten. Der Minenkonzern erwägt eine Kapitalerhöhung in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar: Zudem hat die Societe Generale den Titel von «Buy» auf «Hold» abgestuft.


Anleger sollten auch AstraZeneca im Auge behalten. Der britische Pharmakonzern will den Verkauf einer generischen Version seines Asthmamittels «Pulmicort Respules» juristisch verhindern. Das Unternehmen habe bei einem US-Bezirksgericht in New Jersey eine Patentverletzungsklage gegen die kanadische Apotex eingereicht, bestätigte ein AstraZeneca-Sprecher am Freitag. Mit «Pulmicort» hatten die Briten in den USA im abgelaufenen Jahr insgesamt 982 Millionen US-Dollar umgesetzt. In der Klage geht es um eine Form des Medikaments, die etwa 90 Prozent dieser Erlöse abdeckte. Einen Tag vor der Klageeinreichung hatten die Kanadier von der US-Gesundheitsbehörde die Genehmigung zum Verkauf des Generikums erhalten.


Die britische Grossbank HSBC hat ihre Kapitalerhöhung nahezu abgeschlossen. 96,6 Prozent der angebotenen Aktien seien verkauft worden, teilte das Unternehmen am Sonntag in London mit. Den Rest wird HSBC vermutlich am Montagmorgen anbieten. Am 19. März hatten die Aktionäre der Bank die bisher grösste privat getragene Kapitalerhöhung in der Geschichte Grossbritanniens genehmigt. Bei der Hauptversammlung hatten knapp 93 Prozent des anwesenden Kapitals der Ende Februar angekündigten Ausgabe von neuen Aktien für bis zu knapp 13 Milliarden Britische Pfund (13 Mrd Euro) zugestimmt.


Aktien von Fluggesellschaften rücken ebenfalls in den Fokus. Die französisch-niederländische Fluglinie Air France-KLM legt Verkehrszahlen vor. Der britische Billigflieger easyJet hat im März weniger Fluggäste befördert als ein Jahr zuvor. Autowerte könnten ebenfalls interessieren. Renault und Nissan wollen den irischen Markt mit Elektro-Autos beliefern. Morgan Stanley erhöhte für Renault das Kursziel von 15 auf 24 Euro und beliess die Empfehlung auf ‹Overweight›.


Schneider Electric könnten auch einen Blick wert sein. Der französische Elektronikkonzern hat Emmanuel Babeau zum neuen Finanzchef berufen. Der Manager kommt vom Spirituosenhersteller Pernod Ricard , wo er seit 2006 für die Finanzen verantwortlich war, wie Schneider bereits am Freitag mitteilte. Babeau wird Nachfolger von Pierre Bouchut, der vor einem Monat zum Finanzchef beim Einzelhandelskonzern Carrefour ernannt wurde. (awp/mc/ps/07)

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