EU-Eröffnung: Etwas schwächer – Citigroup-Abschreibungen belasten

So hatte der Dow Jones Industrial am Freitag nach Handelsende in Europa um 65 Punkte zugelegt und gut behauptet geschlossen, der Nikkei in Tokio rutschte dagegen am Morgen um 1,50 Prozent ab. Als Belastung für die asiatischen Börsen hatten sich laut Händlern zusätzliche Milliardenbelastungen bei der Citigroup sowie der Rücktritt des Unternehmenschefs erwiesen. Damit erhielten Sorgen um die Auswirkungen der Kreditkrise weitere Nahrung.


Der EuroSTOXX 50 verlor 0,60 Prozent auf 4.384,09 Zähler. Der STOXX 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, gab um 0,40 Prozent auf 3.767,03 Punkte nach. Der Euronext 100 fiel um 0,54 Prozent auf 1.018,15 Punkte. Der Pariser CAC 40 rutschte um 0,61 Prozent auf 5.685,32 Zähler ins Minus, in London ging es für den Leitindex FTSE 100 um 0,62 Prozent auf 6.489,80 Punkte nach unten.


Europäische Bankentitel präsentierten sich entsprechend überwiegend schwach. In London ragten Royal Bank of Scotland mit einem Verlust von 3,15 Prozent auf 460,50 Pence heraus, im EuroSTOXX 50 traten neben der sehr schwachen Deutschen Bank die fränzösischen Banken Societe Generale und BNP Paribas mit Kursverlusten hervor. BNP verloren 2,21 Prozent auf 69,94 Euro, SocGen-Aktien büssten um 2,16 Prozent auf 106,30 Euro ein. ING legten indes um 0,99 Prozent auf 29,45 Euro zu. Die Citigroup bestätigte ihre Einstufung für die niedrländische Bank beim Kursziel 38 Euro mit «Buy». Morgan Stanley hat zudem die Einstufung zu europäischen Banken insgesamt von «Attractive» auf «In-line» zurückgeschraubt.


Northern Rock kommen im Kontext der Hypothekenkrise nicht aus den Schlagzeilen, die titel verloren 3,09 Prozent auf 166,00 Pence. Einem Bericht der «Sunday Times» zufolge haben Anleger insgesamt 14 Milliarden Pfund von der angeschlagenen Hypothekenbank abgezogen. Laut «Observer» steigt der Druck auf die Bank of England, ihre Finanzhilfen über den Februar hinaus zu verlängern.

Abseits der Finanzbranche rutschten Sainsbury um 17,39 Prozent auf 458,50 Pence ab. Der Investmentfonds Delta Two aus Katar hat die Gespräche über eine mögliche Übernahme der Supermarktkette abgebrochen. Seit der Offerte seien sowohl die erforderliche Investionssumme als auch die Kapitalkosten deutlich gestiegen, hiess es zur Begründung.


EADS sanken um 3,84 Prozent auf 22,01 Euro. Die Verzögerungen bei der Militärtransportmaschine A400M kosten den Luft- und Raumfahrtkonzern zusätzlich zwischen 1,2 und 1,4 Milliarden Euro. Aus diesem Grund werde die Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Sonderposten für 2007 ausgesetzt, hiess es vom Unternehmen.


Dagegen stemmten sich Philips Electronics gegen den Trend und legten an der Spitze des EuroSTOXX um 2,28 Prozent auf 29,62 Euro zu. Ein Händler verwies auf einen freundlichen Kommentar eines koreanischen Investmenthauses zu LG.Philips LCD , dem Joint-Venture von Philips mit dem südkoreanischen Konzern LG Electronics . Woori Investment & Securities hat sein Kursziel für den Hersteller von Flachbildschirmen in Erwartung eines operativen Rekordgewinnes im laufenden Quartal deutlich angehoben. (awp/mc/ab)

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