EU-Eröffnung: Etwas schwächer – Volatiler Handel

Marktbeobachter sprachen von einem schwankungsanfälligen Markt. Die Sorgen im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise seien noch nicht völlig ausgestanden, hiess es. Die Vorgaben waren positiv: In den USA war der Leitindex Dow Jones Industrial im späten Handel noch ins Plus geklettert und hatte gut behauptet geschlossen. In Japan setzte der Nikkei 225 seine Kurserholung fort und schloss 1,07 Prozent fester, Hong Kong ging sehr fest aus dem Handel.


Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 verlor 0,88 Prozent auf 4.136,54 Zähler. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 verlor 0,79 Prozent auf 3.629,39 Zähler. Der Euronext 100 gab 0,69 Prozent auf 954,45 Punkte ab. In Paris ging es für den CAC 40 um 0,68 Prozent auf 5.362,70 Punkte runter. Der FTSE 100 verlor 0,47 Prozent auf 6.050,20 Zähler.


Die Aktien von Vestas Wind Systems legten nach der Vorlage von besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zuletzt 7,11 Prozent auf 346,50 dänische Kronen zu. Zum Handelsstart waren die Titel um 13 Prozent in die Höhe geschossen. Der dänische Windparkbetreiber hat beim Umsatz und besonders dem Vorsteuergewinn die Markterwartungen deutlich übertroffen.


Die Papiere von ArcelorMittal stiegen um 0,46 Prozent auf 41,47 Euro. Der weltgrösste Stahlkocher hat einem Zeitungsbericht zufolge einen drohenden Streik in einem Werk in Algerien abgewendet. Der Konzern habe eine Einigung mit den Gewerkschaften erzielt, die wegen eines geplanten Stellenabbausdamit damit gedroht hatten, die Arbeit niederzulegen, schreibt die französische Tageszeitung «La Tribune» ohne Quellen zu nennen.


Die skandinavische Fluggesellschaft SAS plant eine neue stärkere Airline für die baltischen Länder. Dazu will Vorstand Mats Jansson die SAS-Minderheitsbeteiligungen an der estnischen Gesellschaft Estonian und dem lettischen Unternehmen Air Baltic aufstocken, wie Jansson dem «Handelsblatt» sagte. Zudem berichtet das Blatt, SAS wolle seinen 20-Prozent-Anteil an British Midland airline (bmi) verkaufen. Der Markt reagiert wenig begeistert: Die Aktien fielen um 3,31 Prozent auf 124,00 schwedische Kronen.


In Amsterdem stiegen Univar-Papiere um 1,04 Prozent auf 52,29 Euro. Der Finanzinvestor BC Partners prüft nach eigenen Worten eine Gegenofferte für den Chemikalientransporteur. «Wir erwägen das, wir evaluieren die Optionen», sagte Stefan Zuschke, Partner bei der Beteiligungsfirma, der «Financial Times Deutschland».


Die UBS-Aktien verloren 1,58 Prozent auf 62,20 Franken. Händler verwiesen auf die allgemeine Schwäche der Finanzwerte an diesem Vormittag in Europa. Das Schweizer Bankhaus prüft zudem Kreisen zufolge wegen der jüngsten Turbulenzen auf den globalen Finanzmärkten und einer Abschwächung des Investmentgeschäfts in der ersten Jahreshälfte einen Abbau von Arbeitsplätzen.


Lindt & Sprüngli drehten nach der Vorlage von Zahlen nach einem zunächst sehr festen Start ins Minus und verloren zuletzt 0,03 Prozent auf 3.304,00 Schweizer Franken. Das Unternehmen will im Gesamtjahr eine Umsatzsteigerung von 10 Prozent erreichen oder diese Vorgabe sogar übertreffen. Die Schokoladenfabrik hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 1,138 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaftet, das war ein Wachstum von 15,7 Prozent.


Sulzer gewannen in Zürich nach der Vorlage von Zahlen 0,55 Prozent auf 1.454,00 Schweizer Franken. Der Industriekonzern hat im ersten Halbjahr mit seinem Nettoergebnis die Erwartungen der Analysten gut erfüllt. Es standen 131,8 Millionen Schweizer Franken zu Buche, erwartet worden waren im Schnitt 120,00 bis 135,40 Millionen Franken.


In London gaben die Aktien von Persimmon nach Zahlen 1,04 Prozent auf 1.237 Pence ab. Das Zahlenwerk zum ersten Halbjahr fiel in etwa wie vom Markt erwartet aus, der Ausblick wurde bestätigt. (awp/mc/pg)

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